3 Fragen an … Konzertpianistin Anne Folger

Sie spielt Klavier seit sie sechs Jahre alt ist. Nach Stationen in der Heimat Weimar und in Paris hat die Pianistin Anne Folger 2005 ihr Studium von Klavier, Kammermusik und Liedbegleitung in Freiburg mit 1,0 abgeschlossen – und seither viele Preise gewonnen. Gemeinsam mit ihrer Partnerin Jennifer Rüth spielt sie als „Queenz of Piano“ ein ungewöhnliches Programm, mit dem sie kürzlich auch im SWR auftraten.

 

chilli: Frau Folger, was sind die Queenz Of Piano?
Folger: Ich fasse das, was wir machen, mal so zusammen: Klassik meets Kabarett oder Klassik goes Fun. Jennifer Rüth und ich sind klassisch ausgebildete Konzertpianistinnen mit Theater- und Stimmausbildung. Wir haben viel Spaß am Kabarett, wollen mit unserem Programm das ernste Konzept von klassischer Musik aufbrechen und die Klassik einem breiten, vor allem auch jungen Publikum nahe bringen.

chilli: Wie sieht das auf der Bühne aus?
Folger: Wir setzen das Klavier unterschiedlich ein. So haben wir uns überlegt, wie man den Ton einer griechischen Bouzouki mit dem Klavier machen kann und sind darauf gekommen, dass das mit einem Milchschäumer funktioniert, wenn man ihn auf den Saiten bewegt. Dann gibt es ein Stück, das der Komponist für Klavier und Gitarre entwickelt hat. Wir zupfen mit dem Gitarrenplektrum am Klavier und bringen die Fassungen so zusammen. Und dann sprechen und singen wir auch auf der Bühne.

chilli: Wie ernst muss Pianokunst denn genommen werden?
Folger: Wir nehmen sie sehr ernst, indem wir sie professionell präsentieren. Aber wir nehmen sie nicht schwer.

Foto: Philip Weber