Ihre Mischung aus Elektro, Funk und tiefgründigen Texten hat die Freiburgerin Judith Menner auch in ihr neues Album „The Freedom of Choice“ übernommen. Mit chilli-Autorin Cathrin Pflüger spricht sie über ihre musikalische Entwicklung, neugewonnene Entscheidungsfreiheit und Chancengleichheit.

 

chilli: Was hat sich seit Ihrem Debütalbum in musikalischer Hinsicht verändert?

Menner: Das zweite Album ist abwechslungsreicher, es sind auch zwei Jazz-Nummern dabei. Außerdem eignet es sich besser für Live-Musik, und da ich seit kurzem wieder eine Band habe, fangen wir an, die Stücke auch instrumental zu spielen. Bis zum ersten Auftritt wird es aber noch etwas dauern.

 

chilli: „Freedom of Choice“, was bedeutet Entscheidungsfreiheit für Sie?

Menner: Da mein Sohn jetzt volljährig ist, habe ich wieder die Möglichkeit, mehr zu sehen und auch vermehrt live zu spielen. Ich habe also mein Leben insofern zurück, dass ich mehr Möglichkeiten habe. Wir haben die Willensfreiheit, uns zu entscheiden, und darum geht es auch in den Texten.

 

chilli: Der Text bei „Under Fire“ entwirft ein negatives Weltbild, was würden Sie ändern, wenn Sie die Chance hätten?

Menner: Wenn ich „König von Deutschland“ wäre, würde ich die Chancengleichheit für alle anstreben, unabhängig von Geschlecht, Rasse oder Hautfarbe. Es ist ein Unding, hier zu sitzen und zu wissen, was für Verhältnisse in Afrika herrschen. Ich finde, das darf man nicht einfach so wegschieben. „Rat Race“ auf meinem ersten Album war der Vorläufer, aber mit „Under Fire“ wollte ich Farbe bekennen.

 

Text: Cathrin Pflüger

 

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