Der Abbruch und der Neubau der Freiburger Verkehrsschlagader Kronenbrücke werden bis Ende 2016 dauern, der Verkehr wird voraussichtlich erst wieder ab Mitte 2017 vom Rotteckring in die Kronenstraße laufen. Das teilte die Stadtverwaltung mit, nachdem die Brücke am 2. Februar voll gesperrt worden war. Der Abbruch ist Teil des insgesamt 66 Millionen Euro teuren Projekts Stadtbahn Rotteckring.

 

Wer seither im Umfeld der Brücke auf vier Rädern unterwegs war, weiß: Behinderungen bleiben nicht aus. Fußgänger und Radler können die Brücke weiter passieren – voraussichtlich ab Juni über eine Behelfsbrücke. Die B31 bleibt in beiden Richtungen aber während der gesamten Bauzeit ständig offen.

Kronenbrücke wird abgerissen.

 

Der Abbruch der Ende der 60er- Jahre gebauten Brücke ist nötig, weil im Zuge der neuen Stadtbahn Rotteckring auch über das im Volksmund Elefantenklo genannte Bauwerk ab Ende 2017 die Trams zunächst bis zum Stadttheater fahren und vor allem die Statik dafür nicht ausreiche, so das Rathaus. „Die Vollsperrung der Kronenbrücke als eine der wichtigsten Verkehrsachsen in Freiburg ist ein erheblicher Eingriff in das Verkehrsnetz. Es ist die erste große Maßnahme des Projekts“, sagt Baubürgermeister Martin Haag.

 

Die Kosten für den Abbruch taxiert das Rathaus auf rund 10 Millionen Euro. Die Arbeiten sind als Teil des Gesamtprojekts „Umgestaltung Rotteckring“ durch Bund und Land mit bis zu 85 Prozent gefördert. Das Gesamtprojekt Stadtbahn Rotteckring kostet rund 66 Millionen Euro.

 

In der Kronenstraße werden derzeit noch Leitungen verlegt und ab Anfang März die beiden Brückenbauwerke Kronenmühlebach und Hölderlebach erweitert. In der Werthmannstraße beginnen zudem die Tief-, Gleis- und Straßenbauarbeiten.

 

Die Behelfsbrücke wird übrigens auf der bestehenden Kronenbrücke vormontiert und dann an einem Wochenende mit zwei mobilen Kränen eingehoben. Nachdem jetzt die neue Verkehrsführung eingerichtet ist, werden der alte Brückenkiosk und vorhandene Treppenanlagen abgerissen sowie Verkehrsinseln und Baustellenzufahrten erstellt.

 

Zusätzlich zur Vollsperrung können Autofahrer die Kronenstraße nur noch in Richtung Süden durchgängig befahren. Der Verkehr wird dabei in beiden Fahrtrichtungen über die Heinrich-von-Stephan-Straße umgeleitet. Ab April muss der Dreisamuferradweg zwischen Schnewlin- und Kronenbrücke gesperrt werden, eine Umleitung ist über die Fauler- und Schnewlinstraße vorgesehen.

 

Text: Lars Bargmann / Foto: chilli