Bio boomt. Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland sieben Milliarden Euro für Ökoprodukte ausgegeben, bei 30 bis 40 Prozent der Deutschen landen mittlerweile regelmäßig Biowaren im Einkaufskorb. Laut Ökobarometer 2012 des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz sind die wichtigsten Gründe für den Kauf von Bio-Lebensmitteln eine

 

  • artgerechte Tierhaltung (94 Prozent),
  • die regionale Herkunft bzw. die Unterstützung regionaler Betriebe (89 Prozent)
  • sowie eine geringe Schadstoffbelastung (89 Prozent).

 

Doch können wirklich alle Bio-Produkte diese Anforderungen erfüllen? Kann Discount-Bio mit dem Biosupermarkt oder dem Hofladen mithalten? Das chilli hat sich in Freiburg auf Recherche begeben und für ein Mittagessen – Frikadellen mit Kartoffelbrei – die Zutaten Hackfleisch, Eier und Kartoffeln gekauft. Sowohl im Aldi, als auch in den Biosupermärkten Alnatura und denns Biomarkt in den Westarkaden, auf dem Markt und im Hofladen.

 

Unsere Ergebnisse: Aldi-Bio kann zwar keine Ökoverbands-Siegel von Bioland oder Demeter aufweisen, zumindest saisonales Obst und Gemüse lässt sich hier aber auch aus der Region finden. Waren vom Bio-Supermarkt sind nicht immer regional, in unserer Stichprobe waren die Eier aus Hessen, die Kartoffeln aus Bayern und das Hackfleisch zwar vom Freiburger Metzger, jedoch ursprünglich aus Freudenstadt. Wer wissen möchte, woher sein Bio-Einkauf kommt, kauft also am besten im Hofladen oder auf dem Markt ein: Hier kann man nicht nur den Landwirt selbst befragen, sondern sich auch oft den Hof mit eigenen Augen anschauen. (Weitere Informationen gibt es in der aktuellen chilli-Ausgabe.)

 

Doch wo kaufen die Deutschen eigentlich ihre Bio-Waren, warum kommt für viele nur Bio auf den Tisch und welchen Anbietern vertrauen sie? Diese Frage beantwortet das Ökobarometer 2012 (Quelle: www.oekolandbau.de):

 

Bildschirmfoto 2013-04-10 um 16.05.59