So lernen Hände heilen: Ab Oktober bildet die Angell Berufsfachschule in Freiburg Physiotherapeuten aus. In drei Jahren lernen die Auszubildenden Theorie und Praxis. Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig.

 

Bandscheibenvorfall, Rückenschmerzen, Multiple Sklerose: Physiotherapeuten sind oft gefragt. Beruflich haben sie die Wahl. Sie können Kranken, Verletzten oder Geschwächten in Physiotherapie-Praxen, Reha- oder Kurkliniken wieder auf die Beine zu helfen. Sie können aber auch in Senioren- oder Behinderteneinrichtungen mit Älteren oder körperlich Beeinträchtitgen arbeiten. Ein drittes Einsatzgebiet sind Sportmedizin und Fitnessstudios.

Da immer mehr Leute lange sitzen, nehmen Rückenbeschwerden zu. Physiotherapeuten sind deswegen gefragt.

 

Um junge Menschen für den Beruf fit zu machen, bietet die Angell Berufsfachschule ab Oktober eine dreijährige Ausbildung zum Physiotherapeut an. Die Berufsgruppe gewinnt zunehmend an Bedeutung, denn bei vielen Erkrankungen ist Physiotherapie ein wesentlicher Bestandteil der Behandlung: »Der demographische Wandel und die Zunahme sitzender Tätigkeiten haben in den vergangenen Jahren zu einem starken Wachstum der Branche beigetragen«, begründet die Angell Berufsfachschule den Schritt. Muskel- und Skelettprobleme nehmen zu. Die Perspektiven für Absolventen hätten sich damit weiter verbessert.

 

Die Ausbildung ist bundesweit einheitlich geregelt. Sie ist »anspruchsvoll und abwechslungsreich zugleich«, wirbt die Berufsschule. Theorie und Praxis gehen Hand in Hand: Auszubildende lernen anatomische Grundlagen und krankengymnastische Behandlungstechniken. Auf dem Lehrplan stehen auch medizinische Fächer, Methoden der Physiotherapie sowie die Grundlagen von Präventions- und Rehabilitationstechniken.

 

Im ersten Jahr steht Theorie und praktisches Üben im Vordergrund. Fächer wie Anatomie, Physiologie und Massage sind auf dem Plan. Die praktischen Inhalte nehmen im zweiten und dritten Jahr zu. Bei einem klinischen Praktikum erhalten die Auszubildenden Einblicke in Abteilungen wie Chirurgie, Innere Medizin oder Gynäkologie. Egal für welchen Berufszweig sich Physiotherapeuten entscheiden, sie arbeiten in jedem Fall mit Menschen. Deswegen vermittelt ihnen die Ausbildung auch Kenntnisse in Pädagogik, Soziologie und Psychologie.

 

Die Praxisanteile der Ausbildung finden in genehmigten Partnereinrichtungen wie Krankenhäusern und Physiotherapeutischen Praxen statt. Die Theorie wird an der Angell-Schule gelernt, gelegen am südlichen Rand der Innenstadt. Wer die staatliche Abschlussprüfung besteht, kann sich fortan Physiotherapeut nennen.

 

Text: tln / Foto: © Angell Akademie Freiburg

 

 

Weitere Informationen

 

Voraussetzungen:

    • Mindestalter 17 Jahre
    • Mittlere Reife oder Hauptschulabschluss
    & eine mindestens zweijährige Berufsausbildung
    • Eine ärztliche Bestätigung für die Ausübung des Berufs
    • Aufnahmegespräch
    • Die Berufsschule empfiehlt ein dreimonatiges Vorab-Praktikum in der Pflege
    (Krankenhaus, Pflegeheim, ambulanter Pflege- oder Sozialdienst)

Kosten:

    • Aufnahmegebühr: 100 Euro
    • Monatliches Schulgeld: 290 Euro
    • Prüfungsgebühren: 100 Euro
    • Kosten für Skripte, Fachliteratur etc.

 

Bei Vertragsabschluss ist eine Anzahlung von 870 Euro fällig
(Schulgeld der ersten drei Monate).
Es bestehen Förderungsmöglichkeiten (BaföG, KfW-Bildungskredite o. Ä.)
Informationen gibt es auf www.angell-akademie-freiburg.de
oder telefonisch unter 0761/70329-126