Wellnessoase, Feinschmeckerrestaurant, Ausflugsziel für Wanderer und Biker: Knapp dreißig Kilometer von Freiburg entfernt liegt das Waldhotel Bad Sulzburg. Mitten im Grünen gelegen ist das Hotel das perfekte Ziel für Ruhe- und Erholungssuchende.

 

Kommt hier tatsächlich noch etwas? Die letzten Häuser des Dörfchens Sulzburg sind schon längst aus dem Blickwinkel verschwunden und noch immer zieht sich die leicht ansteigende Straße durch den Wald. „Noch 3,5 Kilometer“ hatte ein Wegweiser im Ortskern versprochen, und tatsächlich, mitten im Grünen taucht plötzlich ein langgezogenes Schwarzwaldhaus mit Sprossenfenstern und grünen Fensterläden auf. Ein älteres Pärchen schlendert über den Rasen vor dem Haus, ansonsten ist keine Menschenseele zu sehen – und vor allem nicht zu hören.

 

Waldhotel Sulzburg

 

„Diese Ruhe ist unser Alleinstellungsmerkmal“, sagt Pächter Holger Weber, „Sie stehen morgens auf und hören nur das Plätschern des Bachs.“ Das Vier-Sterne-Haus liegt am Ende einer Straße, weiter geht es nur noch zu Fuß oder mit dem Mountainbike – etwa auf den Belchen, ins Münstertal oder nach Staufen. Wer sich die Höhenmeter nicht zutraut, kann seit neustem auch E-Mountainbikes mieten.

 

Bei den Freiburgern sei das Ausflugsziel vor allem in den Sommermonaten beliebt, denn wenn die Temperaturen in der Stadt kochen, weht in Bad Sulzburg der kühle Belchenwind. „Sogar Leute aus Staufen übernachten in heißen Nächten bei uns“, erzählt der Hotellier.

 

Oder genießen die lauen Sommerabende auf der großen Restaurantterrasse, während die Kinder auf dem Spielplatz umhertollen. „Bei uns kann man die Kinder einfach spielen lassen“, so Weber, „ohne Angst haben zu müssen, dass sie vor ein Auto laufen.“

 

Auch bei kühleren Temperaturen bietet sich ein Tagesausflug ins knapp 30 Kilometer von Freiburg entfernte Bad Sulzburg an, im Wellnessbereich des Hotels lässt es sich in Schwimmbad, Sauna, Dampfbad oder Sanarium entspannen. Für diesen Bereich ist Webers Frau verantwortlich, gelernte Physiotherapeutin und Masseurin.

 

Abends geht es dann in den denkmalgeschützten Teil des Schwarzwaldhauses, in die historische Stube mit den holzgetäfelten Wänden und dem alten Kachelofen. Hier stehen wechselnde Menüs und Speisen aus Omas Kochbuch oder Empfehlungen des Küchenchefs auf der Karte, wie geschmorte Lammhaxe, Maispoularde mit Spargel-Kartoffel-Ragout oder Markgräfler Eisgugelhupf mit Gewürzkirschen. Und auch hier herrscht wieder eine ruhige, gemütliche Atmosphäre. Eine Erklärung dafür liefert der Blick aufs Handy: Kein Empfang. Die meisten Urlauber würden sich darüber freuen, weiß Weber: „Wir haben diesen Nachteil in einen Vorteil verwandelt und werben jetzt damit, dass Sie hier ungestörte Ruhe ohne Handygebimmel genießen können.“

 

Text: Tanja Bruckert