Seit vergangenem Freitag begeistert der größte Zapfenstreich auf dem euröpäischen Festland wieder tausende von Besuchern. Doch auch die Freiburger haben die Möglichkeit, das Basel Tattoo hautnah mitzuerleben. Am 25. Juli zieht die Basel Tattoo-Parade durch die Freiburger Innenstadt. Über 300 Musiker von drei Kontinenten geben ab 11.30 Uhr eine Kostprobe ihres Könnens. Bands aus Tonga, Australien, Kanada, Norwegen, Frankreich und der Schweiz heizen den Zuschauern mit packenden Rhythmen, beeindruckenden Choreografien und ergreifenden Dudelsackmelodien ein. Das Gastspiel – das deutschlandweit übrigens das einzige ist – endet mit einem abschließenden Konzert auf dem Stühlinger Kirchplatz.

 

Für die einmalige Stimmung sorgen auch in Freiburg nicht irgendwelche Musiker, sondern die königlichen Formationen und offiziellen Repräsentanten des jeweiligen Landes. In Freiburg werden gleich zwei royale Bands zu sehen sein: das Royal Corps of Musicians des südpazifischen Inselstaates Tonga und His Majesty Kings’ Guard Band & Drill Team aus Norwegen. Ein Höhepunkt ist auch der Auftritt der Massed Pipes and Drums, der vereinigten Dudelsackspieler und Trommler in original schottischer Uniform.

 

Basel Tattoo

Übermorgen gibt eine Kostprobe des Basel Tattoo in Freiburg. Bild: Basel Tattoo

 

Los geht es um 11.30 Uhr vom Karlsplatz über die Hermannstraße und Herrenstraße sowie die Engelstraße auf die Kaiser-Joseph-Straße. Von Freiburgs Haupteinkaufsstraße biegt die Parade auf die Bertoldstraße ab und zieht bis zum Konrad-Adenauer-Platz, dem Vorplatz des Konzerthauses. Um 12.15 Uhr geben die Formationen auf dem Stühlinger Kirchplatz ein Schlusskonzert, ein sogenanntes Mini-Tattoo. Und das Beste: Der Eintritt ist frei. Für die Musiker und Helfer ist ihr Freiburg-Besuch damit übrigens noch nicht zu Ende, die Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe (FWTM) lädt die Beteiligten im Anschluss noch auf ein zünftiges Schäufele-Essen ins Konzerthaus ein.

 

 

Schon gewusst? Der Begriff „Tattoo“ stammt aus dem Holländischen: Im 17. Jahrhundert gab der Kommandant mit den Worten „doe den tap toe“ („Mach den Hahn zu“) den Befehl, den Befehl den Zapfhahn uzu schließen und den Soldaten damit das Signal, in ihre Kaserne zurückzukehren. Im englischen wurde aus dem holländischen Zapfenstreich dann das Wort “tattoo”.