Die Zeiten, da die städtischen Tochtergesellschaften, Eigenbetriebe und Zweckverbände Millionenbeträge in die Kasse des Stadtkämmerers spülten, sind vorbei: 2013 waren es noch 7,8 Millionen Euro, 2012 rund 6,6 Millionen. Schon fürs laufende Jahr aber prognostiziert Bernd Nußbaumer einen Fehlbetrag in Höhe von 6,4 Millionen Euro. Tendenz: gleichbleibend. Grund: Enorme Ausgaben für große Projekte wie die Stadtbahn durch den Rotteckring.

 

Das steht im neuen Beteiligungsbericht, einem auch für den Gemeinderat wichtigen Kompendium, das die wirtschaftlichen Eckdaten der 37 Unternehmen, 5 Eigenbetriebe und 8 Zweckverbände versammelt, die 2013 mit 4175 Beschäftigten 1,2 Milliarden Euro umgesetzt und 141 Millionen investiert haben. Der größte Geldbringer ist die Badenova, die zu der Konzessionsabgabe (12,4 Millionen Euro) auch noch 18,2 Millionen Euro aus dem Gewinn nach Freiburg überweist. Daraus wird etwa der 12,3-Millionen-Euro-Verlust (Vorjahr: 6,3) der Freiburger Verkehrs AG gedeckt.

 

In der Geberrolle ist die Stadt bei der Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH und der Messe Freiburg OTG, an die 2013 rund 6,6 Millionen und 2014 etwa 6,3 Millionen Euro gezahlt wurden. 2014 bekam zudem die Stadtbau acht Millionen Euro für den sozialen Wohnungsbau.

 

Der städtische Schuldenberg ist dennoch kleiner geworden: Hatte das Rathaus 2006 noch 340 Millionen Euro Verbindlichkeiten, werden es Ende 2014 laut Nußbaumer noch rund 200 sein. Dafür zahlt die Stadt derzeit jährlich „nur” noch rund sechs Millionen Euro Zinsen.

 

Es war übrigens die Idee von Reinhard Zähringer, dem Leiter für Beteiligungen in der Kämmerei, ein internes Masterkonto zu eröffnen, auf das die eine Tochter ihre liquiden Mittel schaufelt, und die andere dann ihren kurzfristigen Durst stillen darf. Was das unterm Strich spart, ist schwer zu errechnen. Aber es sind keine Peanuts.

 

Text: Lars Bargmann