Was soll man sich unter einem Spaceback vorstellen? Raketenantrieb? Ein schwereloser Kofferraum? Rücklichter in Sternenform? Der Skoda Rapid Spaceback kann mit nichts von alledem aufwarten. Spacig soll hier das kurze Schrägheck bei gleichzeitig riesigem Kofferraum sein. 415 Liter Fassungsvermögen, bei umgeklappten Rücksitzen sogar 1.380 Liter – da könnte das gesamte Gepäck für eine Weltraumreise reinpassen. Das überbieten die meisten Konkurrenten des Spaceback nicht, selbst wenn sie ihn in der Länge noch überragen. Und kleine Spielereien, die einem die Reise versüßen, gibt es noch obendrauf.

 

Da eine Weltraumreise wohl die zulässigen Kilometer für unsere Testfahrt überschreitet, begnügen wir uns an diesem traumhaften Herbsttag mit einer Fahrt auf den Schauinsland. Das eingebaute Navi mit Touchscreen ist intuitiv zu bedienen, unser Ziel ist in wenigen Minuten eingegeben. Für den Rückweg stellen wir mit nur einem Klick ein Fähnchen auf, das uns wieder zu unserem Ausgangspunkt führen wird.

 

Skoda Rapid Spaceback

Der Skoda Rapid Spaceback im Autotest

 

In der Wiehre kommt der Tempomat genau recht: Auf Tempo 30 eingestellt, braucht uns der mobile Blitzer, der sich am rechten Fahrbahnrand versteckt, nicht zu interessieren. Das Radio schallt aus sechs Lautsprechern, während vor uns der orangerot eingefärbte Schauinsland auftaucht. Wenn wir daran gedacht hätten, einen iPod oder MP3-Player mitzubringen, hätten wir den in der Mittelkonsole anbringen können: „Orange Crush“ von R.E.M wäre jetzt perfekt.

 

Unser Testfahrzeug in Candy-Weiß hebt sich strahlend vom bunten Herbstlaub auf den Straßen ab, auch wenn sich auf der „Rennstrecke“ den Schauinsland hinauf ein Rapid in Sprint-Gelb, Race-Blau oder Rallye-Grün sicherlich auch gut gemacht hätte. Solch klingende Namen hat der Spaceback jedoch gar nicht nötig: Im Gegensatz zu seinem Stufenheckvorgänger wirkt der kleine Kompakte deutlich schnittiger und die Sportsitze des Dynamik-Pakets tun ihr übriges, sodass wir uns in den engen Kurven nicht fehl am Platz vorkommen. Eine Familienkutsche mit einem Hauch Sportlichkeit.

 

Und kleinen Details, die zwar nicht nötig, aber einfach nett sind: Ein Sonnenbrillenfach über dem Rückspiegel, ein Gepäcknetz im Kofferraum, Platz für eine 1,5 Liter-Flasche in den Staufächern der Türen, ein Parkscheinhalter an der Windschutzscheibe, ein Eiskratzer im Tankdeckel.

 

Und wem jetzt noch das gewisse Etwas fehlt, das den Wagen aus der Masse heraushebt, für den gibt es den Spaceback auch mit großem Panoramadach zum Sternegucken.

 

Platzangebot und Komfort stimmen und auch der Preis kann mithalten. Los geht’s bei 14.990 Euro, die von uns getestete Version mit Radio-Navigationssytem, Telefonfreisprecheinrichtung und Dynamic-Paket liegt bei 21.909 Euro. Und falls es mit der Weltraumfahrt doch nicht klappen sollte, dann ist bei dem Preis wenigstens noch eine Eintrittskarte ins Planetarium mit drin.

 

Text & Fotos: Tanja Bruckert

 

Der Spaceback in Zahlen

 

Motor: 4-Zylinder-Turbobenzin / Hubraum: 1.197 ccm

Leistung: 105 PS

Getriebe: 6-Gang-Schaltgetriebe

Höchstgeschwindigkeit: 193 km/h

Beschleunigung 0-100 km/h: 10,2 s

Basispreis: 14.990 Euro

Preis des getesteten Spaceback: 21.909 Euro

Weitere Infos: www.suetterlin.de oder www.facebook.com/skodafreiburg

 

Der Spaceback in Bildern