Freiburgs Ausgehszene wächst diesen Herbst wie schon seit Jahren nicht mehr. Eine Tanzbar, ein Mietschuppen und zwei alte Bekannte in mehr oder weniger neuem Gewand, die von Fußball über Vernissagen bis hin zu wilder Feierei alles zu bieten haben – findet raus, wo ihr wann, wie und mit wem feiern könnt.

Diso-Check

 

Dein Motto:
Q: Was lange währt, wird endlich gut
P: Der Mix macht’s
K: Öfter mal was Neues
D: Alte Besen kehren gut

 

Abends trifft man dich …?
D: Auf Schlager-Partys
P: In der Shisha Time
Q: In der Freiburg Bar
K: Crash, Jackson Pollok, El.Pi – ich bin für alles offen

 

Wie würdest du deinen Style beschreiben?
K: Hawaiihemden, Netzshirts, Markenanzüge
D: Alles, was die Kinderabteilung von H&M zu bieten hat
Q: Casual
P: Fußballtrikot

 

Was braucht es, damit du dich wohlfühlst?
K: Klare Linien, kühle Oberflächen und ein Hauch Bahnhofsatmosphäre
Q: Kuschelige Nischen und rotes Leder
D: Einen Schiffsbug
P: Eine bunt leuchtende Decke

 

Deine Lieblingslieder …
Q: sind Glorias „I will survive“ und Michaels „Thriller“
D: handeln von lila Wolken und Augenblings
P: stammen aus dem Balkan
K: sind immer die, die gerade laufen

 

Q: QU-Bar/Lounge
Wer hätte gedacht, dass Filipos Klein und Thomas Rauhut tatsächlich noch Eröffnung feiern? Im September 2012 sollte ihr neuer Club am Fahnenbergplatz die Türen öffnen, erst ein gutes Jahr später ist es endlich soweit: Am ersten November soll das QU eröffnen, allerdings nicht als Club – den der Bebauungsplan nicht zulässt –, sondern als Bar, in der an jedem ersten Samstag im Monat getanzt werden darf. Noch ist nicht alles in trockenen Tüchern, doch aus dem Baurechtsamt lässt sich vernehmen, dass es nur noch ums Kleingedruckte geht. Und dann seid ihr hier willkommen: Ü23er, die auf gediegene House- und Barmusik mit einem Hauch Achtziger-Mucke stehen und ab und zu einen gemütlichen Barabend dem wilden Gehopse vorziehen.

QU-Club

 

D: Dreieck Freiburg
Hereinspaziert in Freiburgs brandneue Disko! Hier feiern alle zwischen 18 und 20 – aussehen wie 16 – montags zu Schlagern und am Wochenende zu einem Mix aus House, Black und Clubtunes. Wie … kennst du schon? Du findest, das Dreieck ist das Gleiche wie sein Vorgänger in Blau? Und bist enttäuscht, weil du noch immer keine Halli-Galli-Drecksau-Partys feiern kannst? Abwarten: Der Keller der Kajo 248 mag optisch und programmatisch vielleicht noch keine 360-Grad-Wende hingelegt haben, die Betreiber Linda Bruinenberg und Christian Rotzler wollen sich jedoch mit anderen Dingen von ihrem Vorgänger abheben: Eine freundliche Behandlung an der Tür, Personal, das Konflikte verbal und nicht mit vollem Körpereinsatz löst, helle Ecken, die auch mal zum Chillen und Kickern einladen. Damit das typische Schichtpublikum auch mal durch den einen oder anderen ergänzt wird, der vom Schlappen rüberfindet. Ob das klappt? Daumen drücken!

Dreieck

 

K: Klangraum
Du bist für alles offen, egal, ob Vernissage, Elektroparty, Lesung, Rockkonzert, Theateraufführung oder eine verrückte Mottoparty. Dann ist Freiburgs vielseitigster Club genau das Richtige für dich. Hier bestimmt nämlich nicht ein Betreiber das Programm, sondern jeder, der die Location im Hauptbahnhof mietet. Der kühl-moderne Veranstaltungsraum präsentiert sich so jedes Wochenende neu, im November etwa mit Oliver Schories, Nakadia oder Nico Pusch. Das Programm ist nicht nach deinem Geschmack? Dann mach doch deine eigene Party: Ab 690 Euro bist du dabei!

 

P: Club Parabel – Dubai Lounge

Parabel

 

Ein Club, in dem man zu Balkanbeats tanzen, Fußball schauen und Shisha rauchen kann – zugegeben, eine etwas gewöhnungsbedürftige Mischung. Aber wolltest du nicht schon immer einmal im Fußballtrikot den Sirtaki tanzen und dabei genüsslich an der Wasserpfeife nuckeln? Nein? Dann freut es dich sicher zu hören, dass in dem neuen Club unter altem Namen nicht nur Musik zwischen Ost und Orient, sondern auch aktuelle Musik aus den Charts gespielt wird, und die Betreiber kein spezielles Publikum erwarten, sondern jeder willkommen ist, der mit netten Leuten feiern will.

 

Text: Tanja Bruckert / Fotos: Fotolia, QU-Club, Dreieck, Johannes Beck