Anfang Mai war Schluss. Sommerpause. Grausam. Was macht der Oberfan und die Edelfeder des Stadionmagazins „Heimspiel“ ohne den geliebten Sport-Club Freiburg? Die Europameisterschaft als Ersatz? Dominik Bloedner hat sich mit Carmelo Policicchio unterhalten.

chilli: Wie war bislang der Fußball-Sommer? Haben Sie den SC vermisst?
Policicchio: Welcher Sommer?! Hier in Deutschland?! Immerhin gab es die Europameisterschaft, wo ich mein Expertentum zur Schau stellen konnte. Mein Tipp fürs Endspiel war schon lange vor dem Anpfiff Portugal gegen Italien. Hat ja beinahe hingehauen.


chilli: Selbst einige Ihrer besten Freunde halten Sie persönlich für einen Standfußballer und großmäuligen Fußballitaliener…
Policicchio: Verstehen Sie diesen Satz: „Wenn die Kerle mehr laufen würden, müssten Sie weniger rennen“? Das hat irgendeiner gesagt, der wie ich ganz viel Ahnung vom Fußball hatte. Wir machen hier ja keine Leichtathletik. Mit Italien war ich zufrieden – bis zu dieser unglücklichen Einwechslung von Motta im Endspiel.

chilli: Wie geht der Fahrplan weiter? Fahren Sie wieder mit dem SC ins österreichische Schruns?
Policicchio: Dieses Mal nicht. Vielleicht gehe ich nach England zu Olympia und schaue dort Fußball.

chilli: Bekommt SC-Coach Christian Streich nach Niederlagen Hausverbot bei Ihnen in der Kneipe Swamp?
Policicchio: Nein, er nicht. Nur die Leute, die ihn blöd und unqualifiziert von der Seite anquatschen.

chilli: Ihre Wünsche für die Saison 2012/2013?
Policicchio: Genauso viel Spaß haben mit dem SC wie in der vergangenen Saison und möglichst viele Auswärtsspiele mitnehmen.

Tipp:
Carmelo Policicchio
Worte kommen meist zu spät
Gesammelte Heimspiel-Kolumnen
von 2003 bis 2007, hrsg. vom Sport-Club Freiburg
170 Seiten, 9,80 Euro
erhältlich im SC-Fanshop

Foto: Privat