Driving Towards The Daylight

Joe Bonamassa ist der Superstar des zeitgenössischen Bluesrock. Seine Vorbilder sucht sich der New Yorker jedoch nicht in der Heimat des Blues, sondern in der englischen Bluesrock-Szene der Siebziger mit Bands wie Free, Cream oder John Mayall & The Bluesbreaker. Wieso er von den Engländern mehr über den Blues gelernt hat als von amerikanischen Musikern? „Keine Ahnung, manche bevorzugen halt Pepsi, andere Coca Cola. Es ist einfach eine Frage des Geschmacks“, meint Bonamassa.

 

Bonamassa möchte jedoch nicht an alten Zeiten festhalten, sondern dem Blues einen modernen Anstrich geben und ihn wieder als zeitgemäße und aufregende Kunstform etablieren. Dafür verbindet er eigene Kompositionen mit teilweise sehr alten Blues-Klassikern, die er wieder ans Licht holt. Und so heißt das aktuelle Album auch passenderweise „Driving Towards The Daylight“.

Die Vorgängeralben „The Ballad of John Henry“ (2009), „Black Rock“ (2010) und Dust Bowl (2011) schafften es nicht nur in zahlreichen Ländern in die Charts, sondern wurden mit Auszeichnungen geradezu überschüttet. Die aktuelle Scheibe beinhaltet nun einen weiteren Teil seines facettenreichen Songwritings, Wiederholungen braucht der Zuhörer nicht zu fürchten: „Mir geht es generell um Fortschritt, um Weiterentwicklung, darum, mich neuen Strömungen zu öffnen. Es gibt keine überholten Gesetzmäßigkeiten, an die ich mich gebunden fühle, keine Einschränkungen.“

Und so greift Bonamassa Songs wie „Stones In My Passway“ von Blueslegende Robert Johnson, „New Coat Of Paint“ von Tom Waits, „Lonely Town Lonely Street“ von Bill Withers und „A Place In My Heart“ von Bernie Marsden auf und verpasst ihnen seinen typischen Stempel.

Bereits mit vier Jahren konnte der Bluessänger die ersten Gitarrengriffe, mit zwölf Jahren spielte er mit B.B.King. Heute bringt er nicht nur die nötige Professionalität, sondern auch Spaß, Leidenschaft und Visionen unter einen Hut. Dazu gehört für ihn auch, namhafte Freunde mit ins Studio zu holen. Waren es bei „Dust Bowl“ seine Landsleute John Hiatt und Vince Gill, holte er sich für das neue Album den Australier Jimmy Barnes an Bord. Zudem unterstützten ihn bei „Driving Towards The Daylight“ weitere Größen wie Aerosmith-Gitarrist Brad Whitford und sein Sohn Harrison, Blondie Chaplan (Gitarre), Anton Fig (Schlagzeug und Percussions), Arlan Schierbaum (Keyboards), Michael Rhodes und Carmine Rojas (beide Bass), Jeff Bova And The Bovaland Brass sowie Gitarrist Pat Thrall.


Konzerthaus, Freiburg
Do., 7.3., 20 Uhr
www.jbonamassa.com
Karten-Infos: 0761/496-8888


Foto: Christie Goodwin