Fast wie eine Nationalhymne

Es geht hochemotional zu, die Handlungsstrukturen sind verwickelt. Die Sehnsucht nach Harmonie, Geborgenheit und Liebe erweist sich als pure Utopie, zerbricht an der harten Realität. Zeichenhaft stehen dafür die von den Babyloniern geknechteten Hebräer, aber ebenso die ungeklärten, auf Intrige und Verlogenheit basierenden Familienverhältnisse rund um den babylonischen König Nabucco.

Das persönliche Erleben des jungen, verzweifelten Verdi, der gerade seine Frau und seine Kinder verloren hatte, finden sich in dieser Oper genauso wie die brodelnden politischen Verhältnisse eines noch längst nicht vereinigten Italiens. Nicht von ungefähr wurde der Gefangenenchor der Hebräer zur heimlichen Nationalhymne des sich nach Einigkeit sehnenden Italiens: »Va pensiero sull’ali dorate – Flieg Gedanke, getragen von Sehnsucht«!

Weitere Vorstellungen: 30.11.; 2., 14., 20., 28. & 31.12. jeweils um 19.30 Uhr

Theater Freiburg
Do., 15.11., 19.30 Uhr
www.theater.freiburg.de



Fotos: © Maurice Korbel