Morgen um diese Zeit ist sie beantwortet, die Frage nach dem Klassenerhalt des SC Freiburg im bundesdeutschen Fußball-Oberhaus. Der Freiburger Fußballlehrer Christian Streich wirkte bei der vermutlich letzten Pressekonferenz in dieser Saison im Schwarzwald-Stadion fokussiert, aber nicht in einem irgendwie auch nur vergleichbaren Gemütszustand wie Sekunden nach dem 2:1-Sieg gegen die Bayern. “Wir können es selber so gestalten, dass wir eine an Intensität nicht zu überbietende Saison zu einem guten Ende führen.”

Einen besonderen Druck vor der entscheidenden Partie in Hannover verspüre er nicht: “Es gibt viele Vereine mit riesigen Etats und die haben Angst, dass so jemand wie der Sportclub am Ende über denen steht.” Unter der Woche hatte Medienberichten zufolge der Ex-SC- und heutige 96-Manager Dirk Dufner das Auftreten der Bayern in Freiburg kritisiert. “In solchen Momenten zeigt sich der Charakter, manche können dem hohen Druck offenbar nicht standhalten”, kommentierte Streich. Ob jemand glaube, dass ein Bayern-Spieler ein Spiel freiwillig verliert?

Ein Punkt in Hannover würde für den SC zum Klassenerhalt reichen. Streich will aber nicht auf Punkt, sondern auf Sieg spielen. Und er will nicht wissen, wie es morgen auf den anderen Plätzen steht. “Wenn ich irgendwas Wichtiges wissen muss, kann man mir das sagen, aber in der ersten Halbzeit sicher nicht.” Er wirkte ruhig. Das wird sich morgen für mindestens 90 Minuten wieder ändern.

 

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Fotos vom Bayern-Spiel: Neithard Schleier.