Freiburg jazzt. Nach ZMF und Münstersommer, geht der Festivalsommer für Jazzfreunde im September erst richtig los. Abwechslungsreiche Konzerte, vielfältige Begegnungen mit zeitgenössischer Musik und das vor den verschiedensten Kulissen, versprechen die drei Veranstalter des Freiburger Jazzfestivals vom 14. bis 22. September.

 

Los geht es mit einem Minigipfel, bei dem die Kneipen und Clubs im Szene-Stadtteil Stühlinger mit einem prallen Programm begeistern. Den krönenden Abschluss macht der sogenannte „Uferjazz“ an der Dreisam zwischen Kronenbrücke und Mariensteg – umsonst und draußen. Sowohl internationale Stars als auch regionale Künstler bekommen hier eine Plattform geboten. Mit dabei sind etwa Till Brönner, Erika Stucky + Sina, Masaa, das Freiburger Akkordeon Orchester sowie Masha Bijlisma, Helmut Hattler und Florian Favre. Hier eine Auswahl der Konzerte:

 

 

 Till Brönner, 20.9. um 20 Uhr, E-Werk

 

Till BrönnerTill Brönner ist sicherlich einer der bekanntesten und erfolgreichsten Jazzmusiker Deutschlands. Und dennoch polarisiert er wie kaum ein anderer: Brönner macht nämlich nicht nur Jazz, seine Musik zeigt auch immer wieder Pop-Anklänge. Womit er eingefleischte Jazz-Fans verprellt, kommt bei der breiten Masse hingegen gut an. Brönner selbst zeigt sich davon unbeeindruckt: In seinem aktuellen Album gehe es nicht darum, sich selbst oder dem Hörer etwas zu beweisen, vielmehr mache er Musik, weil sie ihm einen höllischen Spaß macht.

 

 

 

MasaaMasaa, 18.9. um 20 Uhr im Jazzhaus

 

Die deutsch-libanesische Nachwuchsband überraschte im Jahr 2012 die deutsche Jazzszene. Noch relativ unbekannt, gewann die erst ein Jahr alte Band den Bremer Jazzpreis und gab im Rahmen des Jazzfestes Berlin zwei ausverkaufte Konzerte. Das besondere an der Musik von Masaa sind die Einflüsse orientalischer Klänge und arabischer Poesie – ein interkultureller Austausch zwischen Orient und Okzident.

 

 

 

Florian Favre TrioFlorian Favre Trio, 16.9. um 20.30 Uhr, Schützen

 

Florian Favre hat einst über eine Karriere als professioneller Fußballspieler nachgedacht. Zum Glück für den Jazzfan, hat er sich letztendlich dagegen entschieden. Zusammen mit Manu Hagmann und Kevin Chesham bilden die drei jungen Musiker ein Trio, dessen große Stärke ihre Spontaneität und ihre Liebe zur Improvisation ist. Selbst Songs aus dem erprobten Repertoire nehmen gerne mal eine ungeplante Wendung und diese Unberechenbarkeit macht jedes Konzert des Jazztrios zu einem einmaligen Erlebnis.

 

 

 

Stucky & Sina, 17.9. um 20 Uhr, E-Werk

 

Stucky & Sinas Programm ist alles, nur nicht klassisch. Die Jazzmusikerin Erika Stucky und die Mundartsängerin Sina präsentieren eine bunte Mischung aus Popshow, Kabarett, Jazzabend und TStucky & Sinarash-Event. Das ist neu, das ist verrückt, das ist anders. Mit selbstgedrehten Filmen erzählen die beiden Geschichten aus dem Wallis, wozu sie auf der Bühne singen und musizieren. Die Geschichten sind so skurril wie die komplette Show: Sina & Stucky wie sie als Hebammen eine Bäuerin entbinden, wie sie von den Lütschentäler Tschäggätä entführt werden oder wie sie in einer Waliser Kapelle nach ihrer verlorenen Mutter suchen.