Strabag Real Estate: Verkauf des embeX-Hauses, Neues auf dem Postareal, Spektakuläres am Zubringer

Der Freiburger Bereichsleiter der Strabag Real Estate GmbH (SRE), Martin Lauble, ist derzeit nicht verlegen, wenn es um Erfolgsmeldungen geht: Das embeX-Haus an der südlichen Bahnhofsmeile an der Heinrich-von-Stephan-Straße ist nunmehr voll vermietet und verkauft, der erste Bauabschnitt auf dem Postareal steht in den Startlöchern, und Lauble lüftet – exklusiv im Freiburger Stadtmagazin chilli – auch die Pläne für einen spektakulären Neubau an der Schnewlinstraße 12. Auf einem städtebaulichen Filetgrundstück.

Kristall, Diamant? Auf dem Grundstück Schnewlinstraße 12 wird bald der Bau für eine städtebauliche Markante beginnen.

 

Und noch eine gute Nachricht: Das embeX-Haus ist aktuell das einzige in Freiburg, das von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) mit Silber zertifiziert wurde – was in Freiburg nach Angaben einer DGNB-Sprecherin bisher einmalig ist. Das Gebäude hat mit einer sehr guten ökologischen Qualität (98,3 Prozent), einer hohen Flächeneffizienz, einer ressourcenschonenden Energieerzeugung, dem Einsatz von gesunden Baustoffen und erneuerbaren Energiequellen gepunktet. Insgesamt kam das Projekt auf 76,6 Prozent, ab 80 gibt es von der DGNB sogar Gold.

 

„Dass wir das erste DGNB-zertifizierte Büro- und Verwaltungsgebäude entwickelt haben, freut uns natürlich sehr“, sagt Lauble. Es bestätige, dass die Strabag den Nachhaltigkeitsanspruch von der Konzeption bis zur Fertigstellung konsequent verfolgt habe. Rund 5500 Quadratmeter Mietfläche hat das ausgezeichnete Haus vis-à-vis des INTER CHALET insgesamt, 3500 hat Embex, je 700 haben die renommierte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG und die Commerzbank, die restlichen 600 haben jetzt, keine vier Monate nach der Fertigstellung, einen attraktiven Mieter gefunden. Wen, wollte Lauble noch nicht sagen.

 

Neuer Eigentümer des Vorzeigebaus ist die Pensionskasse des Chemiekonzerns Bayer. Zum Kaufpreis ist Stillschweigen vereinbart worden, er dürfte nach chilli-Schätzungen bei über 15 Millionen Euro liegen. „Wenn sich neben embeX solch namhafte Mieter wie die KPMG oder die Commerzbank für diesen Standort entscheiden, dann braucht man über die Vorzüge der Lage gar nicht mehr allzu viel zu sagen“, sagt Lauble. Er hatte zuletzt auch mit dem Public Viewing auf dem Postareal einen großen Erfolg, weil spätestens dann klar wurde, wie stark der Standort unweit des Bahnhofs und des Autobahnzubringers auf der einen und der fußläufig erreichbaren Innenstadt auf der anderen Seite ist.

Auftakt auf dem Postareal: Direkt südlich vom embeX-Haus (hinter den Fans) entsteht der erste Bau auf der Entwicklungsfläche.

 

Deswegen steht direkt neben dem embeX-Haus nun auch der erste Baustein der weiteren Entwicklung auf dem Postareal vor dem Start – ein fünfgeschossiges Gebäude mit rund 7500 Quadratmetern Nutzfläche für Büros, Einzelhandel und Gastronomie. Hier wird die Strabag etwa 20 Millionen Euro investieren. Den vorgeschalteten städtebaulichen Realisierungswettbewerb hatte das Freiburger Architekturbüro Böwer, Eith, Murken gewonnen. Und auch hier streben die Projektentwickler eine DGNB-Zertifizierung mindestens in Silber an. „Wir haben hier auch auf die Anregungen des neuen Gestaltungsbeirats in Freiburg reagiert und die Fassade im Attikageschoss noch leicht verändert“, erklärt Lauble. Er findet die Installation des nicht unumstrittenen Gremiums „eine gute Sache“, weil es Diskussionen um Architektur auf gutem Niveau befördere.

 

Ein Ankermieter hat hier vor wenigen Tagen 4000 Quadratmeter reserviert. Im Haus wird es zudem eine kleine Espresso-Bar und auch eine Tages-Gastronomie geben, die fürs Quartier einen Mittagstisch anbieten wird und am rund 500 Quadratmeter großen Quartiersplatz samt Wasserspiel liegt.

 

Im Januar sollen hier die Arbeiten beginnen, 15 Monate später wird auch dieses Strabag-Projekt den Nutzern übergeben. Und hinter dem Neubau zu den Bahngleisen hin verhandelt Lauble derzeit schon mit einer internationalen Kette über den Bau eines 3-Sterne-Hotels mit 125 Zimmern. Nutzfläche: 4250 Quadratmeter.

Auftakt auf dem Postareal: Direkt südlich vom embeX-Haus (hinter den Fans) entsteht der erste Bau auf der Entwicklungsfläche.

 

Das mit Abstand spektakulärste Haus an der kompletten Bahnhofsachse aber wird auf dem Grundstück Schnewlinstraße 12 stehen und auch so heißen: Schnewlin 12. Direkt am Zubringer hat das Büro Hotz + Architekten einen Neubau visualisiert, der zwar viele gerade Kanten hat, aber auch eine sehr markante Ecke an der südöstlichen Traufe, die das Gebäude wie einen Teil eines Kristalls aussehen lässt. „Das Gebäude scheint nach vorne zu fallen und spricht einen dadurch geradezu an“, ist Lauble überzeugt.

 

Man muss kein Hellseher sein, um vorauszuahnen, dass dieses Gebäude in Freiburg noch viel besprochen und – ebenso wie die neue Universitätsbibliothek – auch das Gespräch über gute Architektur wieder nähren wird. Die Baugenehmigung erwartet Lauble im Herbst. Die Strabag kann sich hier erstmals vorstellen, die Einheiten im rund 2500 Quadratmeter großen, siebenstöckigen Neubau im gewerblichen Teileigentum zu veräußern. Sprich: Hier können die Firmen auch Eigentümer ihrer Flächen werden. Das Investitionsvolumen liegt bei zehn Millionen Euro.

 

Wenn das raumgreifende Areal an der Bahnhofsachse mal fertig ist, wird die Strabag rund 150 Millionen Euro verbaut haben. Und wer vom Hauptbahnhof aus nach Süden guckt, der sieht bald eine ganze Perlenkette mit dem business Xpress, der Schnewlin 12, dem Interchalet, dem embeX-Haus, dem ersten Neubau auf dem Postareal, weiteren Entwicklungen bis hin zum Hölderle-Carré. Und bis auf dieses letzte war für die gesamte Entwicklung westlich der Straßen die Strabag Real Estate verantwortlich. chilli-Informationen zufolge sollen Lauble und sein Team übrigens in diesen Tagen auch an einer Projektentwicklung auf der anderen Straßenseite arbeiten. Wo genau, wollte der Bereichsleiter nicht sagen. Aber auch schon ohne dieses neue Projekt betreibt die Strabag an Freiburgs prominentester Dienstleistungsachse Weichenstellung in der Stadtentwicklung von Freiburg.

 

Text: Lars Bargmann / Foto © Klaus Polkowski / Visualisierungen © Strabag