Die Alte Wache – das Haus der badischen Weine am Münsterplatz – hat sich zum 15. Geburtstag selber ein Geschenk gemacht und den Raum für Weinkultur im Obergeschoss völlig neu gestaltet. Bei der Eröffnung im Kreis der Gesellschafter herrschte dichtes Gedränge, es gab Leckereien von Winzern und Wirten. Und viel Applaus fürs Team um Geschäftsführerin Alixe Winter, Eva Beenenga und Elvira Higle.


Das Trio hat den Umsatz seit der Eröffnung im Juni 1997 deswegen – auf geschätzte 850.000 Euro – versechsfacht, weil es nicht dabei stehen geblieben ist, die Weine und Sekte ihrer Gesellschafter (Winzergenossenschaften und Weingüter) zu verkaufen: Vielmehr hat Winter mit Herz und Spürsinn Eigenkreationen wie die Kalte Sofie oder die hauseigenen Glühweine (beide haben schon Kultstatus) herausgebracht. Sie haben dem Wein einen Ort für Kultur gegeben – im neuen Raum setzt Winter auch auf Aperitifs und kulinarische Köstlichkeiten am Vorabend.

Sie haben ein anspruchsvolles Veranstaltungsprogramm auf die Beine gestellt und schließlich sehr erfolgreich den Freiburger Weihnachtsmarkt erobert, wo auch in diesem Jahr wieder Schlangen erwartet und vor dem Zapfenstreich Lieder gesungen werden. Die 2012er Glühweine präsentiert die Wache wieder auf der Plaza Culinaria erstmals dem Genießerpublikum. Und das kreative Moment fehlt auch in diesen Tagen am Münsterplatz nicht: Die Kunden werden zu Jurymitgliedern und können in der Wache das schlechteste Flaschenetikett wählen: Badens next flop bottle. Da dies auch von einem der Wache-Gesellschafter sein wird, bleibt zu hoffen, dass dieser das Votum der Kunden als Ansporn nimmt.

Text: Lars Bargmann / Foto: Alte Wache