Auch bei der 30. Ausgabe des Zelt-Musik-Festivals gastieren auf dem Mundenhofgelände im Freiburger Westen wieder bekannte internationale Künstler aus der Pop-, Jazz-, Soul- und Rockwelt. Es schwingt jedoch auch einiges an Lokalkolorit zwischen Zirkus- und Spiegelzelt mit.


Der größte Freiburger Programmpunkt ist traditionell die ZMF-Gala, die am ersten Festivalsonntag (8. Juli) über die große Bühne des Zirkuszeltes geht. Das Philharmonische Orchester Freiburg wird unter der Leitung von Enrique Ugarte, Musterschüler von Sergiu Celibidache und Gastdirigent etwa beim baskischen Nationalorchester, ein „ZMF-Kaleidoskop musikalischen Schaffens auf Topniveau“ präsentieren, wie es im Programmheft heißt. Zur Abwechslung werden dabei auch Beiträge ohne Orchester etwa vom Jazzchor Freiburg zu hören sein. Auch ehemalige ZMF-Preisträger wie Cécile Verny (1995), Juliane Hollerbach (2012) oder auch Soulsänger Max Mutzke werden bei der Gala auftreten. Ebenfalls im Zirkuszelt steigt die A-capella Nacht (16. Juli), die nach dem großen Premierenerfolg im vergangenen Jahr wieder im Programm ist. Den Abend eröffnen die Freiburger A-capella-Comedians Unduzo mit dem beatboxenden ZMF-Preisträger Julian Knörzer. Mit Montezuma’s Revenge und Rockapella beschließen internationale Stars der Szene den Abend.

Die meisten Freiburger Events steigen aber ein paar Meter weiter im Spiegelzelt. Das Wallgraben-Theater gastiert mit seinem Stück zu Loriot (9. Juli), der Freiburger Autor und Kabarettist Jess Jochimsen hält zusammen mit Pianist Alexander Paeffgen eine musikalische Lesung (12. Juli), „Diese wunderbare Band“ spielt Folkrock (17. Juli), mit den „Schönen der Nacht“ hält eine Musikrevue ins kleine Zelt Einzug (18. Juli), und Rainer Trüby gastiert mit seiner Partyreihe Root Down (21. Juli) auf dem ZMF. Und das war nur eine kleine Auswahl. ZMF könnte also durchaus auch für „Zeltmusik mit Freiburgern“ stehen.

Text: Daniel Weber / Foto: Zelt-Musik-Festival GmbH