Ausgerechnet Max Kruse befreite den Bundesligisten SC Freiburg von seiner kleinen Ergebniskrise. Der Freiburger Stürmer, der im kommenden Jahr bei den Fohlen spielen wird, erzielte gestern beide Tore für die Elf von Christian Streich. Die Fans im ausverkauften Mage-Solar-Stadion sahen bei knackigen Temperaturen eine wenig erwärmenden ersten Halbzeit, in der Mensur Mujdza nach 43 Minuten mit einem Voleyschuss aus gut 20 Metern noch die beste Chance hatte – die Marc-Andre ter Stegen zunichte machte. Die enttäuschenden Gladbacher hatten bis zur Pause indes gar nichts zu bieten.

Nach dem Wechsel wurde das Spiel besser, einen herrlichen Konter schloss Patrick Hermann mit einem Schuss an die Latte des Freiburger Gehäuses (53.) ab. SC-Keeper Baumann parierte wenig später einen Kopfball des blassen Luuk de Jong, auf der anderen Seite scheitere Daniel Caligiuri an ter Stegen. Dann der erste Auftritt von Kruse, der das Leder nach 69 Minuten aus zentraler Position völlig alleinstehend unhaltbar einnetzte. Hätte Gästeakteur Havard Nortveit kurz darauf mehr Übersicht bewiesen, hätte auch Lucien Favre mal jubeln dürfen. Mit dem Schlusspfiff war es dann – auf Vorlage des eingewechselten Ivan Santini – erneut Kruse, der den Sack zumachte. „Den Kruse, den habt ihr nicht verdient“, skandierte die Nordkurve. Und: „Der SCF, der SCF, der SCF ist wieder da.“ Ein verdienter Erfolg für die Breisgauer, die damit an den Gladbachern vorbeigezogen sind.