Da war er wieder. Der Herbst. Dabei meinen wir nicht den Herbst des Lebens, sondern die bunte Jahreszeit, die uns allerhand gesundes Obst auf den Teller zaubert. Das Obstjahr 2014 war ein Gutes. Vor allem Äpfel gab es in Hülle und Fülle. Leider hat dieser Überfluss zu künstlerischen Zuckungen geführt wie dem Apfel-Rap:

GeschmaPo

 

„Knochen brauchen Kalzium. Tut dir etwas weh,
stärk dich durch den Apfelbiss, mit Vitamin C.
Zur Verdauung supergut, findest du: Pektin.
Als Ballaststoff weltberühmt – steckt im Apfel drin!“


Eigentlich wollen wir Musik hören. Wenn wir Medikamente brauchen, gehen wir in die Apotheke. Trotzdem weiter:

„Goldener Delicious, Boskop, Granny Smith,
Cox Orange und Jonagold – eins, das ist gewiss:„Einen Apfel iss am Tag“,
wie das Sprichwort sagt: „Tu’s, dann hast du mit dem Arzt niemals eine Plag!“


Aha. Dass der Apfel schuld ist an der Vertreibung aus dem Paradies und dass Schneewittchen mit einem Apfel vergiftet wurde, hat er wohl grad vergessen. Und was ist mit Holger Apfel? Das ist dem Autor alles egal.

„Was im Herbst geerntet wird, lagern wir, na klar.
Deutschland bleibt ein Apfelland, durch das ganze Jahr!“


Das ist der Herbst der Musik. Danach kommt nichts mehr.

Esst mehr Fleisch!

Benno Burgey,
Geschmackspolizei Freiburg

Titel: Der Apfel Rap
Urheber: Stephen Janetzko
Jahr: 2014