Die FIFA – unser aller innigst geliebter Weltfußballverband – hat eine eigene Hymne. Die Hymne hat keinen Text – ohne Worte sozusagen. Was sollte auch die FIFA singenderweise über sich in die Welt hinausposaunen wollen? Dass sie korrupt ist? Darüber wissen viele bereits ein Lied zu singen. Einen Namen hat die Hymne auch keinen. Wie sollte sie auch heißen? FIFA fucks you for ever oder Fififafafuckyoujaja.

Neues von der Geschmackspolizei

 

Eine Melodie gibt es auch nicht wirklich, keine Hookline, keine richtigen Instrumente sind zu vernehmen, eine Hymne ohne alles, eigentlich recht untypisch für die FIFA. In der Version von Orgelgott Franz Lambert ist sie noch am ehesten goutierbar – Farfisasound at it’s best. Da wirkt sogar eine Verbrecherorganisation wie die FIFA beinahe noch sympathisch, und man möchte sie fast liken.

 

Hymnen sind ja per se quasi schon fast unanhörbare, vor Arroganz, Hybris und Einfalt strotzende Machwerke, da bildet das FIFA-Hymchen keine rühmliche Ausnahme.

 

Ein Fußballhymnengott, wenn es ihn denn gäbe, würde und dürfte so etwas nie und nimmer zulassen. Aber es gibt nicht mal einen hundsgewöhnlichen Fußballgott, sonst wäre der HSV bereits drittklassig.

 

Die FIFA ist Gott, möchte man fast meinen. Die Hymne, weltlich entrückt, braucht keine Worte, keinen Sinn, um die Menschen in ihren Bann zu ziehen – von wegen Bananenflanke! Zieht der FIFA die Spendierhosen aus, Spendierhosen aus, Spendierhosen aus

 

skandiert
für Ihre Geschmackspolizei
Ralf Welteroth