Was da wieder los ist: Die Staatsanwaltschaft meldet die anstehenden Verhandlungen vor den Freiburger Gerichten. Es geht wild her. Am Montag wird verhandelt gegen einen 21 Jahre alten ledigen französischen Staatsangehörigen wegen der Misshandlung von Schutzbefohlenen und Körperverletzung. Der Mann sitzt seit dem 25. Dezember 2013 in Untersuchungshaft, weil er am Heiligen Abend in der von ihm gemeinsam mit der Kindesmutter und dem damals etwa 3 Monate alten Sohn bewohnten Wohnung in Breisach den Säugling in alkoholisiertem Zustand derart heftig geschüttelt haben soll, dass dieser erheblich verletzt worden sei und zunächst sogar Lebensgefahr bestanden habe.

 

 

Durch das Schütteln habe sich der Säugling einen Hirnschaden, ein Hämatom, Netzhautblutungen, einen Rippenserienbruch, einen Einriss des Lippenbändchens, eine Schwellung und mehrere Punktblutungen zugezogen. Am Dienstag sitzt dann ein 35 Jahre alter lediger Deutscher wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz vor dem Landgericht. Auch er sitzt seit 24. Januar 2014 in Untersuchungshaft, weil ihm vorgeworfen wird, dass er von April 2013 bis Januar 2014 im Raum Herbolzheim an einen gesondert verfolgten Abnehmer insgesamt 350 Gramm Marihuana zum Grammpreis von 8 Euro gewinnbringend verkauft. Ferner habe er in seiner Wohnung in Herbolzheim mehr als 3,3 Kilogramm zum gewinnbringenden Weiterverkauf bestimmtes Marihuana sowie verschiedene Waffen – eine Machete, ein Samuraischwert, ein Kampfmesser und zwei CO2-Sturmgewehre – verwahrt.

 

Ein paar Räume weiter sitzt dann ein 19-jähriger Afghane wegen versuchter Vergewaltigung, Nötigung und Körperverletzung in mehreren Fällen. Er soll erst auf einer WG-Party eine 15-Jährige Geschädigte gegen deren Willen auf den Mund geküsst haben, in derselben Nacht dann in einem Schlafzimmer eine andere 15-Jährige auf dem Bett festgehalten und versucht haben, nach dem Öffnen seiner Hose, ihr einen Zungenkuss zu geben. Die biss ihm dann in die Zunge und konnte flüchten. Zudem geht es noch um eine 14-Jährige Geschädigte und einen 16-Jährigen, dem der Afghane mit einem Schuh ins Gesicht geschlagen hat.

 

Der Mittwoch bringt einen 51 Jahre alten geschiedenen Deutschen wegen Betruges in vier Fällen vors Gericht. Ihm wird zur Last gelegt, als Geschäftsführer einer mit der Ausbildung von Piloten befassten Firma mit Sitz am Flughafen von Freiburg im Zeitraum von März 2012 bis Juni 2012 mit vier Personen Pilotenausbildungsverträge und Arbeitsvereinbarungen abgeschlossen zu haben. Die Lehrgangskosten in Höhe von jeweils 10.000 bis 15.000 Euro habe der Angeklagte zwar vereinnahmt, die vereinbarten Ausbildungslehrgänge aber nicht durchgeführt.

 

Am Donnerstag sitzt dann ein 24 Jahre alter Deutscher wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz und gegen das Grundstoffüberwachungsgesetz vor dem Kadi. Dem Chemielaborant-Azubi wirft der Staatsanwalt vor, in seiner Freiburger Wohnung eine Anlage zur Herstellung von synthetischen Betäubungsmitteln zu haben sowie 333 Gramm Amphetaminzubereitung. Ferner habe der Angeklagte in seiner Wohnung einen Schreckschussrevolver sowie vier Knallkartuschen aufbewahrt.

 

Der Freitag beginnt mit einer Verhandlung gegen einen 43 Jahre alten verheirateten Deutschen, der sich in seiner Wohnung in Winden in das Kinderzimmer begeben habe, wo die von ihm bereits getrennt, jedoch noch in der gemeinsamen Wohnung lebende 41-jährige Ehefrau geschlafen habe. Der unbekleidete Angeklagte habe geäußert, dass er jetzt Sex haben wolle, er sie ansonsten umbringen würde. Um seine Drohung zu bekräftigen, habe er seine getrennte Ehefrau am Hals gepackt und diese gewürgt. Sodann habe der Angeklagte der Geschädigten die  Schlafanzughose ausgezogen, sich auf sie gelegt und gegen deren Willen den Geschlechtsverkehr durchgeführt.