Ein gutes Stück Weg sind sie schon gemeinsam gegangen: Im kommenden Jahr feiern die Geschäftsführer der Dürrschnabel Industriebau GmbH in Emmendingen, die Diplomingenieure Markus Keune und Stefan Schäfer, das 20-jährige Firmenjubiläum. Und mit dem Kalkulator Norbert Steffens, dem Zeichner Thomas Schneider und dem Architekten Edgar Wolf sind insgesamt fünf Mann des achtköpfigen Teams schon von Anfang an dabei. Keine Selbstverständlichkeit.

 

„Der Schlüssel zum Erfolg liegt bei uns darin, dass wir nie zu groß geworden sind, dass wir schnelle Entscheidungswege und ein starkes Netzwerk aufgebaut haben und uns deswegen auch an knifflige Bauvorhaben trauen“, sagt der 53-jährige Keune. Wie etwa bei der EHT Werkzeugmaschinenbau GmbH in Teningen, als sie im laufenden Betrieb 30 Zentimeter neben einer 25 Meter langen Fräse eine tonnenschwere Stahlwand ausbauten – und die Halle für die Frühschicht dann dank des neuen Anbaus plötzlich 60 Meter länger war.

 

„Wir geben erst Ruhe, wenn der Kunde auch wirklich zufrieden ist“, begründet Schäfer (46) die Standfestigkeit des Generalunternehmers. Mit dem Team, zu dem noch zwei, drei Bauleiter und die unverzichtbare Nathalie Glatz am Empfang zählen, setzen die Emmendinger Jahr für Jahr 13 bis 15 Millionen Euro um. Das jüngste Richtfest der durch termingerechtes, kostenbewusstes und qualitätsvolles Bauen bekannten Firma war das für eine neue Halle im Eugen-Martin-Gewerbepark im Freiburger Industriegebiet Nord.

 

Dürrschnabel-Bau

Zählt zu den spektakulärsten Dürrschnabel-Bauten: Das auffällige Bürohaus der Kanzler Reick und Partner an der B3 in Emmendingen.

 

 

Das eigene, gut 500 Quadratmeter fassende Firmengebäude schaffte das Team 1997 in exakt 99 Tagen. Sehr anspruchsvoll war auch das Glashaus in Weil, in dem bis Anfang der 70er Jahre die Färberei Schetty untergebracht war. Ende der 90er ersteigerten Keune und Schäfer das direkt am Rhein gelegene Blickfanggebäude und bauten es in ein Lofthaus um. Eine deutsche Architektenzeitschrift schrieb hernach über ein „Kleinod beispielhafter Industriearchitektur”. „Wir haben da 1,8 Kilometer Löcher in den Beton gebohrt, um dann mit einer neuen Statik das Haus erdbebensicher zu machen“, erinnert sich Keune. Man traue sich eben auch an schwierige Bestandsbauten.

 

Zu den jüngeren Neubauten zählen neben der Eugen-Martin-Lagerhalle das Gebäude für die Pfeil Sicherung GmbH in Gengenbach, eines für Kopfmann Elektronik in Rust, eine STO-Werkstatt in Offenburg, ein fünf Millionen Euro schweres Wohnprojekt in Hochdorf und ein Wohn- und Geschäftshaus in Ettenheim. Auftraggeber ist zumeist der Mittelstand. „Die denken wie wir, es muss schnell gehen, es muss kein unnötiges Geld ausgegeben werden, es müssen auch mal spontan gute Lösungen gefunden werden“, erzählt Keune.

 

Das Leistungsspektrum der Industriebau reicht von der Standortsuche über die Planung und Baugenehmigung bis zur schlüsselfertigen Immobilie. Kunden können dort aber auch einfach nur einen veredelten Rohbau bestellen.

 

Auch künftig planen Keune und Schäfer nicht, stark zu expandieren. „Mit unserer Mannschaft können wir dieses Volumen auf jährlich etwa einem Dutzend Baustellen verlässlich und professionell anpacken, wir wollen es überschaubar halten und zielen nicht auf Umsatzwachstum.“

 

Text: bar