Das Freiburger Regierungspräsidium hat die von der Stadt Freiburg mit sechs Millionen Euro vorfinanzierte Vorplanung für den 1,7 Kilometer langen Freiburger Stadttunnel jetzt nach Stuttgart geschickt. Ein „Meilenstein“, wie die Behördenchefin Bärbel Schäfer und Freiburgs Bürgermeister Martin Haag unlängst vor der Presse sagten.  Jetzt bangen sie darum, dass der Bund die zwei neuen Röhren zwischen Kronenbrücke und Schützenalleetunnel im Bundesverkehrswegeplan in der Prioritätenliste so weit nach vorne hievt, dass Ende dieses, Anfang kommenden Jahrzehnts mit den Arbeiten an der neuen A 860 begonnen werden kann. Sechs, sieben Jahren wird es dann noch dauern, bis Freiburg erstmals von Ost nach West unterquert werden kann.

 

Die A 860 wird von Namen her bald die gute alte B31 ablösen. Foto: fho/Montage: chilli

Die A 860 wird von Namen her bald die gute alte B31 ablösen. Foto: fho/Montage: chilli

 

Der eigentliche Durchbruch war aber nicht das Abgeben der Planung, sondern der Einfall, das 17,5 Kilometer lange und voraussichtlich mehr als 300 Millionen Euro teure Trassenstück zwischen der A 5 und der Gemarkungsgrenze nach Kirchzarten als Autobahn einzustufen. „Ich dachte selber, das kann nicht wahr sein“, kommentierte Freiburgs Oberbürgermeister Dieter Salomon (Grüne) die „geniale Idee“ damals gegenüber dem chilli. Wer sie hatte, blieb damals wie heute offen.

 

Denn nur mit der Einstufung als Autobahn war der Vollanschluss (Ein- und Ausfahrtsmöglichkeit in beiden Richtungen) bei der Ganter-Brauerei möglich geworden. Der gordische Ganterknoten“ (CDU-Stadtrat Hansjörg Sandler) war gelöst. Und nur als Autobahn bleibt der Bund auch für den Bau und die Unterhaltung zuständig. Wenn der Stadttunnel dereinst realisiert ist, soll die A 860 täglich bis zu 45.000 Autos aufnehmen.

 

Text: bar