Am Ostermontag des Jahres 1282 entlädt sich der angestaute Hass der unterdrückten Sizilianer mit einem Paukenschlag, denn es kommt zum Massaker an den französischen Besatzern. Verdi hätte keinen besseren Höhepunkt für sein Werk wählen können, das sich neben dem großen französischen Tableau aber auch der Zurschaustellung der intimen Gefühlswelt der einzelnen Figuren widmet.

 

Dabei prallen Welten aufeinander: eine trauernde Frau, die Gefühle nur als Gegenleistung für Rache an ihrem hingerichteten Bruder verspricht, ein Verliebter, der gerade zum Anführer der Rebellen ernannt wurde und gleichzeitig der Sohn des ranghöchsten Besatzers ist, ein unbeirrbarer Verschwörer, der seine unterdrückte Heimat befreien will, und ein einsamer Herrscher, der sich nichts mehr wünscht als einen Vertrauten.

 

4_Sizilianische Vesper_c_Maurice Korbel.
Sie alle sind vereint in einer der selten gespielten Opern Verdis, die seinen populären Werken jedoch in nichts nachsteht.

 

Theater, Freiburg
Die sizilianische Vesper
7. Dezember bis 16. Februar

www.theater.freiburg.de, Karten-Infos: 0761/496-8888