Die beiden Freiburger Johannes und Christoph Oesterle bilden zusammen mit Michael Kanzler und Florian Knobloch aus Berlin die Band „Quarter“. Das Quartett hat jüngst sein Debüt „Everything Changes“ auf den Markt gebracht – im Vorfeld war die Band auf einer besonderen Tour: Sie haben in Deutschlands Städten auf der Straße gespielt. Gitarrist Christoph hat chilli-Redakteur Felix Holm verraten, wie es war.

 

 

christoph-1-online

 

 

 

chilli: Warum geht man als ambitionierte Band auf Straßentour?

Oesterle: Das stammt aus früheren Zeiten: Wenn man abends in einer Stadt in einem Club spielt, bringt so ein Straßenauftritt oft mehr Werbung, als wenn man irgendwelche Plakate aufhängt. Zudem kann man an guten Tagen bis zu 300 Euro einnehmen – das deckt bei einer Band auf Tour schnell mal die Benzin- und Übernachtungskosten.

 

chilli: Ist die KaJo ein gutes Pflaster für Straßenmusiker?

Oesterle: Freiburg ist mit die beste Stadt für Straßenmusik. Hier gibt es kaum Auflagen. In München etwa werden am Tag nur fünf Auftritts-Berechtigungen verteilt, wer als Sechster kommt, muss draußen bleiben. In Freiburg kann man auf der Kaiser-Joseph-Straße eigentlich überall spielen. Und die Freiburger bleiben auch gerne stehen, kaufen CDs  und werfen ziemlich viel Geld ein.

 

chilli: Gab’s Orte, wo’s schwierig war?

Oesterle: Zum Beispiel in Dresden. Die Stadt ist sehr weitläufig und da sind kaum Touristen. Schwierig war’s aber auch, als wir eines Samstags in Stuttgart gespielt haben. Da waren Unmengen an Junggesellenabschieden unterwegs. Die Männer waren schlicht betrunken, die Frauen haben, während wir gespielt haben, die Label aus unseren Boxershorts geschnitten. Das war einerseits nervig, andererseits aber auch wieder lustig.

 

Weitere Kurzinterviews mit Musikern aus der Region:

Drei Fragen an al-Sidani

Drei Fragen an Ferdi Klamt von FATCAT

Drei Fragen an Neo Rodeo