VAG-Bilanz 2013: Mehr Fahrgäste, mehr Umsatz, mehr Minus

Der ÖPNV in Freiburg dreht ein großes Rad: Rund 77 Millionen Fahrgäste fuhren im vergangenen Jahr mit der Freiburger Verkehrs AG (VAG) und sorgten für einen Umsatz von 54,4 Millionen Euro. Wer sich aber im Bereich der kommunalen Bus- und Bahnpolitik auskennt, weiß, dass am Ende immer eine rote Zahl steht: 12,3 Millionen Euro Minus machte die VAG – und damit fast doppelt so viel wie 2012.

 

„Das letzte Jahr war ein extrem anspruchsvolles, aber auch ein sehr erfolgreiches“, bilanzierte Geschäftsführerin Helgard Berger. Die VAG hatte 77 Millionen Fahrgäste (plus 1,4 Prozent oder 1 Million zum Rekordjahr 2012), die sie insgesamt 7,7 Millionen Kilometer transportierten. „Das zeigt, dass wir eine hohe Akzeptanz und ein hohes Niveau haben“, interpretierte Berger das über dem Bundesdurchschnitt (0,8 Prozent) liegende Plus.

 

Dadurch fuhr die VAG auch 2,3 Millionen Euro mehr Erlöse als im Vorjahr ein. Allerdings war 2013 auch „ein Jahr im Zeichen der großen Bauprojekte“, wie der technische Geschäftsführer Stephan Bartosch betonte. Der Ausbau der Linie 2 und der Baubeginn der Messelinie fordern ihren Tribut und hinterließen unterm Strich ein Minus von 12,3 Millionen Euro. Mit dem Vorjahreswert von 6,3 Millionen Minus lässt sich der Wert jedoch kaum vergleichen: 2012 fiel die Bilanz aufgrund der Auflösung einer Steuerrücklage äußerst schmeichelhaft aus. Im kommenden Jahr rechnet man – auch weil zwölf neue Bahnen angeschafft werden – gar mit 14 Millionen Miesen.

 

Text: Felix Holm