Als “schönes Weihnachtsgeschenk” beschrieb Freiburgs Oberbürgermeister Dieter Salomon die Neuigkeiten, die er heute in einer Pressekonferzenz verkündete. Dank Mehreinnahmen von elf Millionen Euro aus einer Vereinbarung zwischen der Landesregierung und den kommunalen Spitzenverbänden über die künftige Kostenträgerschaft für die Betreuung von Kindern unter drei Jahren (U3), wird dieses Geld in seiner Gesamtheit bei der Planung für weitere städtliche Betreuungsplätze sowie zur Unterstützung bestehender Träger verwendet. Die Stadt verfolgt dabei ein ehrgeiziges Ziel: Bis 2014 soll eine Versorgungsquote von 50 Prozent für die Altersgruppe U3 erreicht sein. 

 

Das bedeutet rund 660 Betreuungsplätze mehr als bisher in den langfristigen Planungen vorgesehen waren. 2012 werden so statt vorgesehenen 300 dann 430 zusätzliche Plätze geschaffen werden. Derzeit beträgt die Versorgungsquote noch etwa 30 Prozent bei insgesamt 2026 Betreuungsplätzen. Als “großen Schritt für Freiburg” bezeichnete Bürgermeisterin Gerda Stuchlik dieses Vorhaben.

 

Die Grundlage des Geldsegens ist eine Vereinbarung, die Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Finanzminister Nils Schmid im November getroffen haben. Den Kommunen werden demnach bei einer Übertragung von Aufgaben durch Bund und Länder auch die Kosten zu erstatten sind.

 

Die daraus für die Stadt Freiburg errechneten elf Millionen Euro sollen zielgerichtet in einen forcierten Ausbau der Plätze investiert werden. Der größte Anteil wird dabei in die Planung und den Bau einer sechsgruppigen Kindertagesstätte mit integrierter U3-Betreuung im Freiburger Westen, voraussichtlich am Westbad, fließen. Vier Millionen Euro werden dafür benötigt.

 

Die zusätzlichen Geldmittel kommen insofern zu rechten Zeit, als die vergangenen Jahre jeweils eine hohe Geburtenrate zu verzeichnen hatten, im vergangenen Jahr brachten Freiburgerinnen insgesamt 2203 Kinder zur Welt, so viele wie nie zuvor.