Die Passagierzahlen am EuroAirport Basel-Mulhouse-Freiburg sind auch in diesem Jahr im Steigflug. Zudem legt die Fracht rasant zu. Es gibt eine neue Verbindung nach Stockholm und einen neuen Winterflugplan.

 

 

Das Jahr 2016 war mit 7,3 Millionen Passagieren das sechste Rekordjahr in Folge. Der siebte Streich folgt vermutlich sogleich: Denn bis Ende September nutzten schon 6,03 Millionen Passagiere den binationalen Flughafen der Region. Das bedeutet eine Zunahme von 7,5 Prozent zum Vorjahreszeitraum. Der September legte im Vergleich zum September 2016 sogar um 12,7 Prozent zu. Kalkuliert hatte Flughafen-Direktor Matthias Suhr mit vier Prozent im ganzen Jahr. Die Realität wird den Plan überflügeln.

 

Auch das Frachtgeschäft hebt ab: War man für 2017 von etwa den gleichen Mengen wie 2016 ausgegangen, schulterten die Flugzeuge bis Ende September schon 82.375 Tonnen und damit 11,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Den größten Anteil am Gesamtumsatz schultert Easyjet. Mit den neuen Flügen nach Stockholm (dienstags, donnerstags, samstags) steuert der Billigflieger bereits seine 57. Destination von Basel aus an.

 

Im Winterflugplan neu sind zudem Nonstop-Flüge nach Dubai, die nun einmal wöchentlich von Condor für FTI Touristik angeboten werden. Zudem wird Iberia, die im Sommer zum ersten Mal ab Basel nach Madrid geflogen ist, die Verbindung ausbauen. Im Ferienverkehr gibt es erneut eine große Auswahl an Sonnendestinationen: Wöchentlich nach Ägypten (Hurghada), auf die Kapverden (Boa Vista und Sal), nach Spanien (Fuerteventura, Gran Canaria, Palma de Mallorca, Teneriffa) oder auch in die Türkei (Antalya, Izmir). Insgesamt gibt es damit im Linienverkehr jede Woche mehr als 500 Abflüge zu 75 Flughäfen mit 23 Fluggesellschaften.

 

Im vergangenen Jahr setzte der EuroAirport 133,2 Millionen Euro (minus 3,4 Millionen zum Vorjahr wegen niedrigeren Gebühren) um, investierte 50 Millionen und machte dabei 22,8 Millionen Euro Gewinn. Die Körperschaftssteuer in Höhe von 6,9 Millionen Euro wurde zu gleichen Teilen an Frankreich und die Schweiz ausgeschüttet.

 

Neben der guten wirtschaftlichen Lage machte der EuroAirport auch anderweitig gute Schlagzeilen: Für seine Anstrengungen zum Schutz der Biodiversität erhielt er unlängst gleich zwei Auszeichnungen: Das Schweizer Zertifikat „Natur & Wirtschaft“ und das französische Pendant „Biodiversité pour tous“. Ein Flughafen und der Umweltschutz? „Der EuroAirport ist eine Oase der Biodiversität“, so Pressesprecherin Vivienne Gaskell. Es gebe 259 Pflanzenarten, darunter das seltene Acker-Löwenmaul oder die Gabel-Azurjungfer, 6 Amphibien-, 112 Insekten-, 9 Fledermaus- und 59 Vogelarten. Am EuroAirport fliegen also nicht nur Flugzeuge.

 

Text: Lars Bargmann / Foto: © EuroAirport