Der EuroAirport Basel Mulhouse Freiburg (EAP) steht vor seinem nächsten Rekordergebnis: Ende Oktober lag die Passagierzahl schon bei 4,568 Millionen – ein über dem europäischen Schnitt liegendes Plus von 5,7 Prozent zum Vorjahr. In dem hatten die Basler erstmals die Fünf-Millionen-Passagier-Marke geknackt. „Wir hoffen, dass wir in diesem Jahr bei 5,3 Millionen landen“, sagt EAP-Marketingdirektor Mario Eland. 900.000 davon kommen übrigens aus Südbaden.


Zwölf neue Destinationen sind 2012 dazugekommen. Ende Oktober gab es mit Wizz Air den Jungfernflug nach Skopje, im Dezember wird die größte Low-Cost-Airline in Zentral- und Ost-Europa erstmals auch Belgrad ansteuern. Noch wichtiger aber sei, so Eland, dass auf den etablierten Routen zuverlässigere Frequenzen erreicht werden. So wurde etwa Bordeaux im vergangenen Jahr nur drei Mal die Woche angeflogen, mittlerweile gibt es täglich eine Maschine. Das belohnen vor allem Geschäftsreisende. Netzdichte, Frequenzdichte und Verbraucherfreundlichkeit sind die Erfolgsdrehknöpfe am Drehkreuz Basel.

Das stete Wachstum, der Umsatz wird 2012 vermutlich von 113,9 auf 117,5 Millionen Euro zulegen, liege auch darin begründet, dass der EAP den Flugunternehmen immer günstigere Konditionen anbieten kann: Wenn die Passagierzahlen steigen, fallen die Kosten pro Fahrgast. Das interessiert offenbar auch die TUIfly GmbH, denn die hat jetzt schon ihren zweiten Flieger fest in Basel stationiert. Auch die Zeichen für 2013 stehen auf Wachstum: So wird etwa Easy Jet schon sein achtes Flugzeug in Basel stationieren. Die Infrastruktur würde einem weiteren Wachstum standhalten: Erst wenn die Acht-Millionen-Grenze überschritten würde, müsste sich am EAP auch baulich sichtbar etwas tun.

Text: Lars Bargmann / Foto: ddp