Ein Obdachloser vor der Uni hat den Jurastudenten Nikolas Bauer auf die Idee für eine Party gebracht, wie er chilli Redakteurin Tanja Bruckert berichtete. Motto: „Jacke wie Hose. Hat nicht jeder, braucht aber jeder.“ Was am 17. Januar an Geld zusammenkommt, geht in Form von Schlafsäcken oder Wintermänteln an das Ferdinand-Weiß-Haus und die Pflasterstube der Caritas – für die kalten Nächte auf offener Straße.

Jurastudenten Nikolas Bauer ist Veranstalter der Benefiz-Party "jacke wie hose"

 

chilli: Die meisten Menschen laufen an Obdachlosen vorbei, dich hat einer inspiriert, eine Party zu veranstalten. Warum?
Bauer: Der war einfach nett, und irgendwann habe ich ein paar Sätze mit ihm gesprochen. Er hat sich nicht beschwert, aber bei Minusgraden auf dem Steinboden zu schlafen, ist nicht schön. Da ich früher selbst als DJ gearbeitet habe und nach dem Examen wieder eine Veranstaltung organisieren wollte, habe ich das verbunden.

chilli: War es schwierig, Freiwillige zu finden?
Bauer: Die meisten DJs waren gleich bereit, auch ohne Gage aufzulegen. Für die Party konnte ich Chris Milla, Usher Mittwoch, Kollektiv Be und Niklas Wille gewinnen. Dann habe ich den Locations geschrieben, für die der Dezember meist zu kurzfristig war, doch das White Rabbit hat angeboten, die Party im Januar zu machen.

chilli: Wie geht es danach weiter?
Bauer: Die Reaktionen waren so positiv, dass ich das in Zukunft weiter machen möchte. Daher habe ich die Plattform „beneficia“ ins Leben gerufen, über die sich Freiwillige melden können. Im April wird es dann vielleicht mit einem Konzert oder einer Theatervorstellung weitergehen.

Save the date: 17. Januar, White Rabbit
www.beneficia.info


Foto: privat