Die Freiburger Volksbank musste den Blick nicht weit schweifen lassen: Nur wenige Meter neben dem Stammsitz an der Bismarckallee hat sie jetzt einen Mietvertrag im 6000 Quadratmeter großen Gebäude der Commerzbank unterschrieben. Es ist zwar immer noch offen, ob die Publikumsbank den 1974 fertiggestellten eigenen Bau abreißt, neu aufbaut oder revitalisiert. Sicher aber ist, dass in beiden Fällen Mitarbeiter vorübergehend umziehen müssen. In der Neubauvariante wären es rund 250.

 

„Der Vertrag erlaubt uns die nötige Flexibilität, das ist für uns so nah am Hauptsitz ein Glücksfall“, sagt der Vorstandsvorsitzende Uwe Barth. Klar, in welchem freien Gebäude gibt es schon fertige Bankschalter und Tresorräume? Die Machbarkeitsstudien für eine Sanierung und Modernisierung auf der einen oder einen Abriss samt Neubau auf der anderen Seite seien Anfang kommenden Jahres fertig. Bis zum Juni soll dann die Entscheidung mit den Gremien erarbeitet werden.

 

In die Jahre gekommen: Volksbank-Stammsitz an der Bismarckallee. Foto: Neithard Schleier

In die Jahre gekommen: Volksbank-Stammsitz an der Bismarckallee. Foto: Neithard Schleier

 

Ob auf dem rund 3000 Quadratmeter großen Grundstück an der Bismarckallee 10 neu gebaut wird, wird vor allem davon abhängen, was baurechtlich möglich ist. Die Bank möchte im Erdgeschoss nicht auf die jetzt vorhandene Ausnutzung verzichten und braucht auch in den oberen Etagen geeignete Grundrisse. Wenn ein Neubau kommt, soll auch die derzeit in der Riegeler Straße angesiedelte Abteilung für Zahlungsverkehr implementiert werden.

 

Bis Ende Juni 2019 könnten die Banker im Commerzbank-Hochhaus an der Bismarckallee 18/20 bleiben. Das gehört der britischen Immobiliengesellschaft CLS. Wenn die Bank das komplett nutzt, wird der jährliche Mietzins bei knapp unter 900.000 Euro liegen.

 

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