So genau weiß es ja keiner. Zwar deutet alles darauf hin, dass der Ursprung des Weihnachtsbaums im Oberrheingebiet liegt – der erste Christbaum hat vermutlich sogar in Freiburg gestanden –, doch für eine gesicherte Aussage ist die Quellenlage zu dünn. Eine sicherlich historisch nicht korrekte, aber dafür umso schönere Entstehungsgeschichte hat Astrid Fritz zu Papier gebracht. Sie hat alles, was eine gute Weihnachtsgeschichte braucht: Ein armes, obdachloses Kind in der Hauptrolle, das durch sein gutes Herz ein Happy End heraufbeschwört – was schon bei Grimms Sterntaler wunderbar funktioniert hat, klappt auch bei Fritz’ Weihnachtsgeschichte.

 

 

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Der Tag vor Weihnachten im Jahr 1538: Der kleine Jakob ist Mitglied einer Freiburger Diebesbande, musste jedoch vor deren Anführer nach Straßburg fliehen. Hungrig und durchgefroren steigt er in das Haus eines Schneiders ein, wo er die Süßigkeiten für das Weihnachtsfest stiehlt. Doch sein schlechtes Gewissen lässt ihm keine Ruhe und er überlegt sich für die Familie eine Überraschung, die er aus Tannenzweigen, einem löchrigen Eimer, Zuckerkringeln und Girlanden zusammenbaut.

 

Eine Weihnachtsgeschichte, versehen mit netten Illustrationen, die nichts Überraschendes zu bieten hat, aber unterhaltsam und nett zu lesen ist.

 

Astrid Fritz

Wie der Weihnachtsbaum in die Welt kam

128 Seiten, gebunden

Kindler, 2013

Preis: 12 Euro

 

Text: Tanja Bruckert