Diese Meldung der Freiburger Polizeidirektion präsentieren wir unseren Lesern mal im Wortlaut: “Ein etwa 70 Jahre alter Mann, der sich als “Josef S.” (der genannte Familienname wird hier nicht angeführt, da eine Person mit diesem Namen existieren kann, die mit der Straftat aber nichts zu tun hat) einer 89-Jährigen am Montagnachmittag in der Freiburger Innenstadt in einer zufälligen Begegnung vorstellte und letztlich sogar in die Wohnung der Frau mitgenommen wurde, “erleichterte” diese zusammen mit einer angeblichen Bankmitarbeiterin um rund 15.000 Euro.

“Josef S.” hatte der Rentnerin vorgegaukelt, dass das Finanzamt eine Spionage-CD zum Aufspüren von Steuersündern einsetzen würde und erkleckliche Beträge an Steuern nachfordere. Die Angesprochene möge doch bitte ihr Geld abheben, damit dieses vor der Steuerfahndung sicher sei. Am Tag darauf, am Dienstag, erfolgte dann bei der 89-Jährigen ein Anruf einer angeblichen Bankmitarbeiterin, die ebenfalls berichtete, dass erhebliche Steuerabgaben auf die Rentnerin zukommen können und sie doch ihr Geld abheben möge. Die Betagte ging zur Bank, holte ihr Geld und auch die Sparbücher und traf auf dem Rückweg zur Wohnung “zufällig” wieder auf “Josef S.”. Er habe es am Magen, meinte er beiläufig, und benötige einen Tee. Ob die Frau nicht so freundlich wäre, ihm einen solchen zuzubereiten. Dies geschah dann auch, der Mann war in der Wohnung und bemerkte, wie die Rentnerin das abgehobene Geld in einer Kassette verstaute und dann in der Küche verschwand. Als sie zurückkam, war der Mann mit der Geldkassette und den Sparbüchern verschwunden.
Zur Beschreibung des vermutlich reisenden Gauners kann bislang lediglich angeführt werden, dass der angebliche Josef S. etwa 70 Jahre alt und von unauffälliger Statur ist und eine Jacke trug, ähnlich einem Anorak.
Der Polizeiposten Freiburg-Herdern ermittelt und warnt vor neuerlichem Auftreten. Durchaus denkbar sei, so die Ermittler, dass das Paar betagte Bürger und Bürgerinnen zunächst ausspähe und dann in ähnlicher Weise anspreche um letztlich an deren Erspartes zu kommen. Die vorgetragene Geschichte kann dabei variieren. Es muss nicht immer die gleiche sein. Deshalb warnen die Ermittler eindringlich und bitten um äußerste Vorsicht. Derartige Anbahnungen sollten sofort der Polizei berichtet werden.”