Es ist ein Sinfoniekonzert der etwas anderen Art: Am Donnerstag werden im Freiburger Konzerthaus vom SWR Sinfonieorchester drei Werke des 20. Jahrhunderts, die aber fast 100 Jahre auseinanderliegen, mal schräg, mal sanft, mit wilden Rhythmen und jazzigen Klängen aufgeführt. Jedem kommt beim Hören etwas anderes in den Sinn, jeder entwickelt seine eigenen Bilder und Assoziationen – auch der Poetry Slammer Björn Högsdal. Er wird seine Impressionen in eigenwillige Texte einfließen lassen und durch den Abend führen: der Musik Stimme geben. Wir verlosen 3×2 Freikarten für diesen Abend.

 

Die Stimme als Musik: Vor 100 Jahren hatte Ernest Bloch die Idee, die Predigten von König Salomon in die Solostimme des Cellos zu übertragen. Beeindruckt von den Schrecken, die auf den Ausbruch des Ersten Weltkriegs folgten, wollte Ernest Bloch dem jüdischen Erbe allgemein und den Texten des Predigers Salomon im Besonderen musikalischen Ausdruck verleihen. Zunächst hatte er an ein Werk für Singstimme und Orchester gedacht, ein Treffen mit dem Cellisten Alexandre Barjansky führte ihn aber zu der Erkenntnis, dass dessen Instrument “weiter und tiefer” sprach als Worte.

Leiter Ilan Volkov (Foto: Simon Butterworth)

Béla Bartók versammelte in seinem letzten großen Werk noch einmal die Stimmgewalt des gesamten Orchesters; eine energische Äußerung nach dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs, der Bartók ins amerikanische Exil gezwungen hatte. Der zeitgenössische Komponist Yan Maresz vereint Einflüsse aus Jazz, Klassik und Elektronik in seiner Musik; 1998 entstanden im Auftrag von Radio France die fünf Sätze seiner “Zigzag Études für Orchester”.

 

Poetry Slammer Björn Högsdal (Fotos: Pixelsharing CH)

 

Wir verlosen 3×2 Freikarten. Um zu gewinnen, senden Sie einfach eine Email mit dem Betreff „Sinfonie“ an redaktion@chilli-freiburg.de

 

Wann: Donnerstag, 29. März

ab 17 Uhr Warm Up mit Björn Högsdal und Lydia Jeschke

ab 18 Uhr Konzert

Wo: Konzerthaus Freiburg

Wieviel: Tickets von 12 bis 34 Euro