Ja. JA. JAAAHH! Orgasmisch bricht es über den heiß gelaufenen Kommunalpolitiker herein. Es ist ihm gekommen. Also die Idee. Und zwar im Rahmen der Bettensteuer auch noch die Betten zu besteuern, die selten die ganze Nacht hindurch benutzt werden, für deren Benutzung der schwitzende Kunde dann aber umso mehr bezahlt. Sie wissen, von welchen Betten die Rede ist? Gut.

Bett

 

Der eingangs erwähnte Finanzfummler kommt zwar, aber er kommt zu spät. Diese Betten werden in Freiburg ja längst besteuert. Allerdings nicht mit fünf Prozent pro „Übernachtung“.

Im Bordell kann man schlecht „pro Nacht“ abkassieren – auf den Matratzen dort hält es der Durchschnittsdeutsche so lange hochwahrscheinlich niemals aus, Klagen wären vorprogrammiert. Also hat man sich hier längst eine andere Regelung einfallen lassen. Freiburger Bordell- und Terminwohnungsbetreiber zahlen die so genannte Sexsteuer nicht nach dort verbrachter Zeit, sondern nach Geschäftsfläche: 100 Euro pro angefangene zehn Quadratmeter jeden Monat. Was lernen wir daraus? Erstens: Im Puff kommt es auf die Länge an. Und zweitens: Lästige Fragen wie die, ob die Besucher privat oder geschäftlich dort sind, stellen sich da erst gar nicht. Peinlich wären sie indes an dem Ort wohl auch niemandem …

Text: Felix Holm / Foto: istockphoto.com