Hightech macht das Leben nicht unbedingt besser. Jeder Autofahrer, dessen Navi ihn in letzter Zeit auf den gesperrten Rotteckring gelotst hat, wird wissen, wovon hier die Rede ist. Hightech macht auch wissenschaftliche Studien nicht unbedingt besser, was eine kürzlich vorgestellte Freiburger Studie eindrucksvoll bewiesen hat.Ein Geograf der Freiburger Uni hat für seine Dissertation zwei Monate lang Freiburg-Touristen mit streichholzschachtelgroßen GPS-Geräten ausgestattet. Diese Geräte haben aufgezeichnet, wie sich die Touristen in der Green City bewegen. Das bahnbrechende Ergebnis: Touristen trifft man am häufigsten am Münster an. Und am Rathausplatz. Und am Hauptbahnhof. Und am Martinstor. Und … chrrrr. Ups, tschuldigung, weggenickt.

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Um fair zu bleiben: Die Methodik der Studie, bei der erstmalig GPS-Aufzeichnungen mit einer persönlichen Befragung verknüpft wurden, ist in der Wissenschaft anscheinend hochinnovativ. Für die langweiligen Freiburger Touristen kann der Geograf schließlich nichts. Wieso auch kein einziger von denen mal auf die Idee gekommen ist, durchs Bächle zu schwimmen, das Münster an der Außenfassade hochzuklettern oder einen Fastfood-Marathon im Bermuda-Dreieck zu starten? Ach ja, weil es nicht in ihren Reiseführern steht (was da stattdessen steht, siehe links): Als nächstes soll Paris untersucht werden. Wir wagen jetzt schon mal eine Prognose: Die Touristen besuchen den Eifelturm. Und Montmartre. Und den Louvre. Und … chrrrrr.

Text: Tanja Bruckert / Foto: Michael Bauder