Chips and More pleite
Das Amtsgericht Freiburg hat das Insolvenzverfahren gegen den Speicheranbieter Chips and More GmbH (USB-Sticks, Speicher für Notebooks, Digitalkameras, Computer, Handys und MP3-Player) eröffnet. Die 1998 gegründete Firma bietet unter Cnmemory (Flash-Produkte) und I.onik eigene Marken an und vertreibt für Dritte. 2011 hatten die Freiburger 86,5 Millionen Euro umgesetzt. Als Grund nannte Geschäftsführer Jörg Gröpper die hohen Entwicklungskosten für die Eigenmarken. Er sei sich aber sicher, dass die Firma eine Zukunft habe.

Soitec schwächt Standort
Die Freiburger Soitec Solar GmbH (aus dem Fraunhofer-Spin-Off Concentrix hervorgegangen, 2009 für 36 Millionen Euro an Soitec verkauft) verlagert ihre Solarzellen-Produktion an die Westküste der USA, wo der Hauptmarkt für die Spezialzellen ist, die sehr viel Sonnenlicht brauchen. Jeder Dritte der 200 Freiburger Beschäftigten wird seinen Job verlieren. Einkauf, Vertrieb und Forschung bleiben in Freiburg.

Micronas mit Umsatzminus
Beim Chiphersteller Micronas (800 Beschäftigte in Freiburg) sackte der Umsatz im ersten Halbjahr um 13,1 Prozent auf 75,5 Millionen Franken gegenüber dem Vorjahreszeitraum ab. Grund sei die Schwäche des japanischen Yen und der Wegfall der Consumer-Sparte. Der Ebit (Gewinn vor Steuern und Zinsen) lag bei 2,6 Millionen Franken und damit 10,5 Millionen unterm Vorjahr.

Erneuter Gästerekord
Die Freiburg Wirtschaft, Touristik und Messe GmbH meldet erneut Rekordzahlen: Im ersten Halbjahr kamen mit 310.000 Gästen insgesamt 1,8 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum nach Freiburg. In den Hotels kletterte die Zahl um 3,1 Prozent auf 261.000. Dafür ging die Zahl der Hotel-Übernachtungen um 1,7 Prozent auf 446.000 zurück. Das schlechte Wetter hat offenbar den Touristen die Bleibelust verhagelt.

Text: Lars Bargmann / Foto: pixelio.de