Umsatz-Erdrutsch

Bei der börsennotierten Freiburger Solar-Fabrik AG ist der 2012er Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 80 auf 96,1 Millionen Euro zurückgegangen – ein Minus von mehr als 45 Prozent. Als Grund nennt Vorstandsmitglied Martin Schlenk vor allem die fallenden Preise für die Module, die die Solar-Fabrik mit 240 Mitarbeitern herstellt. Hatte das Unternehmen 2011 noch 4,6 Millionen Euro Gewinn gemacht, muss es nun einen Verlust in etwa gleicher Höhe verkraften. Angesichts einer sehr guten Eigenkapitalquote von mehr als 70 Prozent sei das aber kein großes Problem.

Geld
Gewinn gegen den Trend

Die börsennotierte Freiburger Solarstrom AG (SAG) hat im vergangenen Jahr einen Gewinn in Höhe von 1,1 Millionen Euro gemacht – und liege damit deutlich über den Erwartungen der Analysten, wie das Unternehmen mitteilt. Auch hier ging der Umsatz steil zurück: Lag er 2011 noch bei 264 Millionen, rutschte er 2012 auf 188,6 Millionen Euro ab. Die SAG beschäftigt 200 Menschen, produziert keine Module, sondern kauft sie, plant und baut damit Solarparks.

Weniger Arbeitslose

Die Zahl der Arbeitslosen in Freiburg ist im März gegenüber dem Vormonat um 53 auf 6635 leicht gesunken. Das teilt die örtliche Arbeitsagentur mit und führt als Grund saisonbedingte Faktoren an: draußen werde wieder mehr gearbeitet. Die Quote liegt weiter bei 6,2 Prozent. Im März 2012 lag sie bei 5,9 Prozent.

Aus Rhodia wird Solvay

Seit dem 2. April gibt es Rhodia in Freiburg nicht mehr. Dabei hatten sich die Freiburger gerade an den seit 1927 bekannten Namen gewöhnt. Doch Rhodia firmiert nach der „freundlichen Übernahme“ (Pressemitteilung) zu Solvay um. Der belgische Chemieriese (29.000 Mitarbeiter, 12,4 Milliarden Euro Umsatz in 2012) hatte die Rhodia-Gruppe im Herbst 2011 gekauft.

Text: Lars Bargmann / Foto: Fotolia