Dieser Heimleiter sorgte sich offenbar mehr um sich selbst als um die Heimbewohner: Am kommenden Mittwoch muss sich vor dem Amtsgericht Freiburg ein 55 Jahre alter verheirateter deutschen Staatsangehörigen wegen Untreue verantworten. Der Angeklagte sei vom November 2008 bis Februar 2009 als Heimleiter eines Seniorenzentrums in der March tätig gewesen. Insbesondere sei er für die Verwaltung der Barkasse des Pflegeheims zuständig gewesen, die dazu gedacht war, laufende Ausgaben wie etwa Taschengeld der Heimbewohner, Bezahlung von Lieferanten und die Beschaffung von Medikamenten auszugleichen. Dem Angeklagten wird zur Last gelegt, dass er pflichtwidrig kein Kassenbuch führte, die Vorgaben des innerbetrieblichen Kassenwesens (z.B. Zweitunterschrift, Kontierung) nicht einhielt und im Zeitraum Dezember 2008 bis Dezember 2009 insgesamt 87.300 Euro aus der Barkasse des Pflegeheims für eigene Zwecke verwendete. Zudem habe er Barbeträge von insgesamt 5.400 Euro für sich selbst verwendet und schließlich eine ungenehmigte Auszahlung von 7.500 Euro an seine Ehefrau veranlasst. Die Anklage legt ihm in diesem Zusammenhang 27 Taten der Untreue zur Last.