Es ist ein durchaus dunkler Erstling des früheren Liquid Laughter Lounge Quartets aus Freiburg, der in diesen Tagen das Licht der Welt erblickt. Nun nennen sich – in neuer Formation – Jens Teichmann, Oliver Maier, Markus Heinzel und Jeremy Dhome, einfach mal lapidar Bar.

Wer will, hört da im Hinterkopf mal Tom Waits, dann ein bisschen Country Doom, etwas Ultra-Slowmo-Rock, alles rauchgeschwängert, zeitweise ein Stillleben. Bevor des Rezensenten persönliches Highlight „Headlights“ die Melancholie durchbricht, countryesk anfängt und dann einen ausführlichen Abstecher ins Psychedelische unternimmt. Im Hintergrund könnte man jetzt Uma Thurmann in Kill Bill sehen, das Stück treibt einen einfach in so etwas wie konzentrierte Abwesenheit.

Zu den Positivsten zählen Bar nicht, die Songs heißen „Nothing Is Going To Be Okay“, „What’s Wrong“ oder „We’re All Going To Die” – finster, gefühlvoll, ernst, mit einem abgestandenen Schluck Sehnsucht. Einfach perfekte Musik für einen Abend an einer Bar, etwa heute im Swamp oder am 20. Dezember im Flight 13. Teichmann hat deutbar getextet, Maier wunderbar arrangiert, Heinzel tastbar gemischt im Freiburger liquidstudio. Die letzten Worte der Scheibe lauten übrigens: helplessness don’t make it better.

Text: bar

 

BAR
BAR
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Rookie Records