Zwölf Wahlkreiskandidaten kämpfen bei der Bundestagswahl am 22. September um die Stimmen der Freiburger. Ihre Gesichter und Slogans prangen auf zahlreichen Plakaten in der Region – doch mit welchen Themen wollen sie eigentlich ihre Freiburger Heimat in der Hauptstadt vertreten? Die chilli-Autoren Felix Holm, Steve Przybilla und Tanja Bruckert haben sich mit allen bis zum Redaktionsschluss erreichbaren Kandidaten getroffen und gefragt, welches Freiburger Problem sie in Berlin zuerst anpacken würden.

Bundestagswahl-Kandidatin Elke Fein

 

Im Aufzug mit Elke Fein (AfD)

Für Elke Fein ist alles ganz neu. „Zur Politik bin ich wie die Jungfrau zum Kind gekommen“, sagt sie, während der Aufzug zu ihrer ersten Pressekonferenz nach oben fährt. „Politik fand ich immer so derb, primitiv.“ Die Euro-Rettung ließ sie umdenken – es finde dadurch eine „schleichende Aushebelung rechtsstaatlicher Grundsätze“ statt. Nun will die gebürtige Rheinland-Pfälzerin, die seit 2000 in Freiburg lebt, in den Bundestag. Als großes Problem bezeichnet sie das Fehlen von bezahlbarem Wohnraum für Geringverdiener, Studenten und Familien mit Kindern. Dass ihre Partei oft als Europa-Gegner gesehen wird, ärgert Fein. „Das ist Einschüchterungspropaganda unserer Gegner und völliger Quatsch.“

Foto: Steve Przybilla