Zwölf Wahlkreiskandidaten kämpfen bei der Bundestagswahl am 22. September um die Stimmen der Freiburger. Ihre Gesichter und Slogans prangen auf zahlreichen Plakaten in der Region – doch mit welchen Themen wollen sie eigentlich ihre Freiburger Heimat in der Hauptstadt vertreten? Die chilli-Autoren Felix Holm, Steve Przybilla und Tanja Bruckert haben sich mit allen bis zum Redaktionsschluss erreichbaren Kandidaten getroffen und gefragt, welches Freiburger Problem sie in Berlin zuerst anpacken würden.

Bundestagswahl-Kandidat Matern von Marschall

 

Im Hörbuchverlag von Matern von Marschall (CDU)

Seine Arbeitserfahrung als Selbstständiger soll Matern Freiherr Marschall von Bieberstein den Weg in den Bundestag ebnen: „Ich habe gute Chancen, weil ich Ahnung von der Wirtschaft habe und weiß, was Bürokratie und steuerliche Belastungen für Kleinunternehmen bedeuten.“
Dass er als sehr konservativ gilt, sieht der in der March lebende Familienvater ebenfalls als Vorteil: „Konservativ heißt nicht, dass ich altmodisch bin. Im Gegenteil: Wenn wir uns Dinge für die Zukunft erhalten wollen, müssen wir nach vorne schauen.“ Der Erhalt einer artenreichen Natur und eine Politik, die auf Werten wie der Menschenwürde aufbaut, sind für ihn die beiden Anker des Konservativen. In Berlin würde von Marschall die Infrastruktur ganz oben auf seine Agenda setzen – und zwar den Freiburger Stadttunnel und die Weiterführung der B31 West.

Foto: Tanja Bruckert