Zwölf Wahlkreiskandidaten kämpfen bei der Bundestagswahl am 22. September um die Stimmen der Freiburger. Ihre Gesichter und Slogans prangen auf zahlreichen Plakaten in der Region – doch mit welchen Themen wollen sie eigentlich ihre Freiburger Heimat in der Hauptstadt vertreten? Die chilli-Autoren Felix Holm, Steve Przybilla und Tanja Bruckert haben sich mit allen bis zum Redaktionsschluss erreichbaren Kandidaten getroffen und gefragt, welches Freiburger Problem sie in Berlin zuerst anpacken würden.

Bundestagswahl-Kandidat Sascha Fiek

 

Am Steuer mit Sascha Fiek (FDP)

Wer täglich am Steuer eines Fahrschulwagens sitzt, will natürlich auch die Mobilitätsprobleme Freiburgs mit in die Hauptstadt nehmen. „Wir haben noch einige Großprojekte zu stemmen wie den Stadttunnel, die Rheintalbahn oder die B31 West“, meint Sascha Fiek und schaltet einen Gang höher, „das sind Themen, die ich gerne befördern würde.“ Auf ein Direktmandat macht sich der in Freiburg geborene FDP-Mann keine Hoffnungen, bundesweit wünscht er sich trotz niedriger Umfragewerte aber ein zweistelliges Ergebnis: „Wir haben öfters erlebt, dass uns die Demoskopen keine fünf Prozent zugesprochen haben und wir dennoch knapp zehn Prozent geholt haben.“ Als Fahrlehrer ist Fiek zwar besonders nah an den Themen der Jugend – sich auf eine Gruppe zu spezialisieren, käme für ihn aber nicht in Frage: „Ich muss für alle Menschen ein offenes Ohr haben, egal welchen Alters, Geschlechts oder Berufs.“

Foto: Tanja Bruckert