Das Ende des Fastens

Es wird wohl kaum noch ein zweites Kochbuch geben, an dem 68 Frauen aus 30 Ländern mitgewirkt haben – nicht nur mitgeschrieben, sondern auch mitgekocht, mitprobiert, mitgegessen. Und die dann auch noch alle eine Freiburger Vergangenheit haben. Alle haben besondere Gerichte ausgesucht, die in ihrer Heimat zu traditionellen Festtagen oder speziellen Familienfeiern zubereitet werden: Da gibt es Rezepte für Köstlichkeiten der spanischen und dominikanischen Semana Santa, des schwäbischen Karfreitags oder des ukrainischen Osterfests. Es werden Speisen vorgestellt, die man in Marokko beim ersten Frühstück nach dem Fastenmonat Ramadan isst. Oder bei bosnischen Muslimen direkt vor und nach der Fastenzeit.

 

Die interkulinarischen Anregungen der Freiburgerinnen aus aller Welt beziehen sich dabei nicht nur auf die bevorstehende Osterzeit. Es finden sich auch viele andere Spezialitäten, die etwa zum Schafschurfest auf Sardinien, zum Mädchenfest in Japan, zu Weihnachten in Venezuela oder zum Winterfest der serbischen Roma feierlich verzehrt werden. Die Rezepte sind selbst bei komplizierten Gerichten so verfasst, dass sie gut nachgekocht werden können. Es gibt Informationen zu den Festen, Tipps, wo man die nicht überall erhältlichen Zutaten bekommen kann und einen Interkulturellen Kalender samt nützlichen Adressen im Anhang.

 

Ein rundherum gelungenes Buch, das die Freude spürbar macht, mit der die Autorinnen ans Werk gegangen sind.

 

Text: ewei

 


 

 

Feste Feiern
von Irene Schumacher (Hrsg.)
Verlag: Lavori, 2014
168 Seiten, kartoniert, Preis: 12,80 Euro