Die Rente ist sicher. Das weiß ich jetzt auch. Vor drei Tagen kam ein Schreiben der gesetzlichen Rentenversicherung in mein Haus geflattert. 700 Euro bekomme ich, wenn ich so weiter maloche wie bis zum Schreiben dieser Kolumne hier. 700 Euro. Im Monat. Wow.

 

Als ich vor über zehn Jahren nach Freiburg gekommen bin, hatte ich knapp 500 Mark zur Verfügung. Wenn so wenig Kohle damals in einer solch mietintensiven Stadt zum Überleben gereicht hat, dann wird die Zeit ab 65 (oder sind wir sogar schon bei 63?) ja ein Zuckerschlecken. Für das Geld kann ich mir dann – das wird so ungefähr im Jahr 2046 sein – wahrscheinlich mindestens sieben Regiokarten leisten. Vorausgesetzt die Dinger steigen weiterhin so moderat im Preis und werden nicht mehr als einen Euro pro Jahr teurer (die nächste Erhöhung kommt schon am 1. August).

 

Jetzt habe ich nur ein Problem: Was mache ich mit sieben Regiokarten? Das steht in dem Schreiben der Rentenversicherung natürlich nicht drin. Aber da steht noch was anderes: Wenn ich jetzt sofort, hier und auf der Stelle aufhöre zu arbeiten, beläuft sich mein Rentenanspruch ziemlich genau auf ein Siebtel des derzeitigen Wertes. Ein Siebtel? Perfekt. Problem erkannt, Problem gebannt. Das war‘s. Ende der Kolumne, Anfang der Rente.

 

Text: Felix Holm