Die Kulturliste Freiburg kritisiert in einer Pressemitteilung, dass das SWR-Orchester Freiburg/Baden-Baden “bei den halbherzigen Bemühungen des Oberbürgermeisters, der FWTM und der Verwaltung” nie eine Chance hatte, einer Fusion mit dem Radiosinfonieorchester in Stuttgart zu entgehen. OB Dieter Salomon habe “von vornherein die Möglichkeit einer realen Fusions-Verhinderung aufgegeben.” Die Stadträte Atai Keller und Michael Wiedemann bezeichnen die vom SWR eingesetzte Standortkommission als “Farce!”. Der  Gemeinderat sei weder von der Stadtspitze noch von der SWR-Intendanz in der kurzen Zeit des sogenannten “Aufschubs” ausreichend informiert worden. “Freiburgs Niedergang als Musikstadt ist damit eingeläutet. Zu befürchten ist zukünftig eine Zunahme der Kongresse im Konzerthaus, der Verlust von internationalen Kulturkontakten und eine künstlerische Verflachung des Angebots im Konzerthaus”, so Atai Keller, Mitglied des städtischen Kulturausschusses und als Aufsichtsrat der FWTM zitiert.

 

Stadtverwaltung und Gemeinderat müssten jetzt und mittelfristig Maßnahmen für einen kulturellen Ausgleich im Konzerthaus ergreifen und für einen künstlerisch spartenübergreifenden Aufschwung in der Kulturentwicklung der gesamten Stadt sorgen. Dafür biete der Doppelhaushalt 2013/14 gute Möglichkeiten. Die Musikstadt Freiburg müsse gestärkt und das Konzerthaus muss künstlerisch erweitert werden. Freiburgs Orchester und Ensembles müssen besser ausgestattet werden, und das Konzerthaus sollte mittelfristig einen Intendanten bekommen. Zudem müssten künstlerische Etats in den einzelnen Sparten verbessert werden, damit Freiburg im Dreiländereck seine Position als Kunst/Kulturstadt behaupten kann. Ohne Kunst und Kultur gebe es keine nachhaltige Entwicklung für die Stadt.

 

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