Stolberger Zink: Verfahren wieder aufgenommen

 

Das Umweltschutzamt der Stadt Freiburg nimmt das bodenschutzrechtliche Verfahren zur Sanierung des ehemaligen Betriebsgeländes der Stolberger Zink AG (wir berichteten) an der Neuhäuserstraße wieder auf.

 

Die ProjektgeselIschaft Kappel mbH (ein Zusammenschluss der Freiburger Treubau AG und des Rottenburger Projektentwicklers Gerhard Eisele) will dort ein neues Baugebiet realisieren und muss dafür vorher die mit Schwermetallen belastete Fläche bodenschutzfachlich sanieren. Da die Fläche halb auf Freiburger und halb auf Kirchzartener Gemarkung liegt, hatte es immer wieder Probleme gegeben, wie mit der Altlast der pleite gegangenen Solberger Zink umgegangen werden soll. Es hatte auch den Plan gegeben, die Altlasten wieder am Rande des Baugebiets zu verbuddeln und abzusichern. Dagegen hatten sich aber mit Plakaten und Protesten Anwohner gewehrt. Nach der Anfang Juli eingereichten Planung soll das Grundstück nun bis auf Randbereiche ausgekoffert und der belastete Aushub weitgehend auf Deponien gebracht und dort entsorgt werden. Der aktuelle Sanierungsplan ist noch bis zum 10. September in den Rathäusern in Freiburg, Kappel und Kirchzarten zur Einsicht öffentlich ausgelegt und auf der Internetseite www.freiburg.de/stolberger-zink.de eingestellt.

 

Nach der Sommerpause sollen die Pläne in einer öffentlichen Informations- veranstaltung vorgestellt werden. Zudem sind Dialoggespräche zu den Themen Verkehr und Gesundheitsschutz mit dem Bürgerverein Neuhäuser und der interessierten Bevölkerung geplant. Auf der Altlast könnten bis zu 150 neue Wohnungen entstehen.

 

Text: Lars Bargmann