Winzer baut die Staufener WG zum Weinhaus umbaut, DLG-Auszeichnung für die Brauerei Fürstenberg, Badeparadies Schwarzwald investiert 24 Millionen Euro – Menschen und Meldungen aus der Freiburger Wirtschaftswelt.

 

Winzer baut WG Staufen zu Weinhaus um

 

Zwanzig Jahre lang hat er mit seinem Bruder zusammen ein Weingut in Freiburg-Waltershofen geführt, dann war die Zeit reif für eine neue Herausforderung. Peter Landmann hat die in der Auflösung begriffene Winzergenossenschaft (WG) Staufen übernommen. Nachdem zwei große Winzer abgesprungen waren, war die WG zu klein geworden, um auf eigenen Füßen zu stehen – daher führt Landmann den Betrieb jetzt zusammen mit seiner Frau als „Weinhaus Peter und Judith Landmann“ weiter.

 

 

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„Es läuft sehr gut an“, erzählt der Winzermeister, „wir haben uns gut eingelebt und mittlerweile gibt es auch unsere ersten neuen Weine: Gewürztraminer, Muskateller und Riesling.“ Zusätzlich zum Weinhaus betreibt der Winzer auch das Weingut Landmann, auf dessen 15 Hektar großen Flächen er selbst Weine anbaut.

 

 

Landmann ist froh, dass ihn die Staufener so gut angenommen haben und er viele neue Kontakte knüpfen konnte. „Am Anfang haben sich die Leute schon gefragt, ob wir jetzt alles auf den Kopf stellen“, sagt Landmann rückblickend, „doch wir haben bewiesen, dass wir den Betrieb nicht ausschlachten, sondern nach vorne bringen wollen.“ So konnte Landmann die Anbaufläche von 12 wieder auf 25 Hektar ausbauen, zwölf Winzer liefern ihre Trauben dem Weinhaus an. Und auch den Ausschank in der Innenstadt, den sogenannten „Weinbrunnen“, hat der Waltershofener beibehalten.

 

 

Fürstenberg erhält 15. DLG-Auszeichnung

 

Die Fürstenberg Brauerei ist beim jährlichen DLG-Qualitätswettbewerb mit ihren Bieren seit vielen Jahren erfolgreich. Nun kommt für die Brauer zu erst vor kurzem gewonnenen fünf Goldmedaillen noch eine weitere Auszeichnung hinzu: der Preis für langjährige Produktqualität. Braumeister Daniel Haag: „Das motiviert uns alle natürlich noch mehr, in unserem täglichen Bemühen um Nachhaltigkeit in der Qualität nicht nachzulassen. Wir müssen uns immer wieder aufs Neue beweisen. Das ist gut so in einer Brauerei, die eine über 730 Jahre Brautradition hat.“

 

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Inxmail ausgezeichnet

 

Der E-Mail-Marketingspezialist Inxmail zählt nach einem von Handelsblatt, Universität St. Gallen und ServiceRating ausgerichteten Wettbewerb in diesem Jahr zu Deutschlands kundenorientiertesten Dienstleistern. Gleich die erste Teilnahme am Wettbewerb war erfolgreich. Geschäftsführer Martin Bucher: „Die Auszeichnung zeigt uns, dass wir sowohl dank unserer leistungsstarken E-Mail-Marketinglösung als auch wegen der hohen Servicequalität von unseren Kunden als kompetenter und zuverlässiger Partner geschätzt werden.“

 

 

1,8 Millionen Euro aus dem Innovationsfonds

 

Der südbadische Energieversorger Badenova fördert auch in diesem Jahr wieder 13 Klimaschutzprojekte aus dem Innovationsfonds mit knapp 1,8 Millionen Euro.  „Die Vielfalt der Projekte zeigt deutlich, wie erfindungsreich und kreativ die Klimaschützer hier im Südwesten Deutschlands vorangehen“, sagt Badenova-Vorstand Mathias Nikolay. Die mit 250.000 Euro höchsten Förderungen gehen an ein Forschungsprojekt über das Vorkommen und die Vermeidungsstrategien von Abbauprodukten von Pflanzenschutzmitteln und an die Abfallwirtschaft Freiburg, die biogene Abfälle auf der Deponie Eichelbuck energetisch nutzbar machen möchte. Die Badenova-Tochter Wärmeplus bekommt 210.000 Euro dafür, dass sie beim Freiburger Neubaugebiet Gutleutmatten mit Fernwärmeversorgung erstmals dezentrale Solaranlagen so nutzen möchte, dass im Sommer das Netz abgeschaltet werden kann. Das Fraunhofer Institut für Physikalische Messtechnik kriegt 245.000 Euro für eine mögliche Wirkungsgradsteigerung eines Blockheizkraftwerks (BHKW) dank thermoelektrischer Generatoren, die erstmals überhaupt in ein BHKW eingebaut werden sollen. Unter den genehmigten Projekten sind zudem welche aus Weil am Rhein, Ühlingen, Offenburg, Umkirch, Teningen, Achern und Glottertal. Der Innovationsfonds hat insgesamt bereits 24 Millionen Euro für 223 Umweltprojekte zur Verfügung gestellt.

 

 

Badeparadies investiert

 

Der Chef des Badeparadieses Schwarzwald in Titisee, Josef Wund, will weitere 24 Millionen Euro in das Freizeitbad stecken – und zwar ausschließlich in die Ausweitung der Saunalandschaft. Damit erhöht sich das Investitionsvolumen auf 71 Millionen Euro. Bisher gibt es vier Saunen auf 840 Quadratmetern, sieben neue auf dann 1950 Quadratmetern sollen dazu kommen. Darunter eine Lebendsauna mit Fischen und Vögeln und eine Kinosauna. Das Badeparadies hatte 2013 rund 600.000 Besucher, 700.000 plus X wollen Wund und sein Geschäftsleiter Jochen Brugger erreichen – ab 2016.

 

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Neuer Großaktionär bei der SAG

 

Die VR-Bank Westmünsterland in Coesfeld hat 9,4 Prozent der insolventen Freiburger Solarstrom AG (SAG) gekauft, die Sonnenstromkraftwerke plant, baut und betreibt. Die Genossenschaftsbank hält nun die Anteile, die zuvor dem SAG-Vorstandsvorsitzenden Karl Kuhlmann gehört hatten. Auf der Gläubigerversammlung, die vom Amtsgericht Freiburg für den 16. Mai anberaumt wurde, wollen der Freiburger Insolvenzverwalter Jörg Nerlich, der Vorstand und der vorläufige Gläubigerausschuss eine klare Zukunftsperspektive für den einstigen Branchenstar aufzeigen.