Es ist Freitag, es regnet. Einfach mal auf die Couch, Tee schlürfen, Musik hören. Die passende Scheibe dazu hat die Freiburger Band Barrel of Blues gerade rausgebracht. Das Debütalbum der vier Herren klingt aber erst mal gar nicht nach Regen-Blues. „Black Dog“ startet mit rockig-jaulender Elektrogitarre. Frontmann Ralf Deckert singt vom „worst blues i ever had“. Da zieht’s einen eher zur Kaffeemaschine. Bis die Brühe durchgelaufen ist, kann man ja ’ne Runde Luftgitarre spielen.

 

Barrel of Blues

Lassen es grooven: Frontmann Ralf Deckert und Drummer Stefan Bürkle.

 

 

Barrel of Blues - On a rainy FridayDie Freiburger haben sieben der zwölf Songs selbst komponiert. Gecovert werden Stücke von Jimi Hendrix oder Charles Singleton. Stefan Bürkle an den Drums, Meinhard Köblin am Bass und Thomas Pohl an der Gitarre lassen es mit Sänger Deckert auf ihrem Debütalbum ordentlich grooven. Und setzen textlich Akzente: Das funkig-rockige „Bossmann Blues“ ist eine Abrechnung mit großmäuligen Chefs. „Professional Superman“ ist Feuerwehrleuten gewidmet, aber zugleich eine flammende Liebeserklärung.

 

Die Scheibe hat auch ruhigere Seiten: „Rainy Friday“ zum Beispiel mit einem Mundharmonika-Solo von Deckert. Oder das flüsternde „Talk To Me“. Im verträumten „How Blue Can You Get“ geht’s um gebrochene Herzen. Spätestens da ist’s Gegen-den-Regen-Blues für die Couch.

 

 

Info:  Am 12. September feiern Barrel of Blues Releaseparty im Gasthaus Schiff

 

Text: Till Neumann